Energie sparen

Neue Energieeinsparverordnung seit Monatsbeginn in Kraft

Mit der neuen Vorschrift kommen zugleich neue Auflagen auf "Häuslebauer" zu - Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent sind das Ziel der Politik. Jetzt sind Planer, Architekten und Co. gefragt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Seit Anfang dieses Monats ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEv) gültig. Mit ihrer Einführung treten die bisherige Wärmeschutzverordnung von 1994 und die Heizungsanlagen-Verordnung von 1998 außer Kraft - und "Häuslebauern" werden zugleich "härtere Bandagen" angelegt, wie die Verbraucherzentrale Sachsen feststellt.

Fortan nämlich dürfen nur noch solche Häuser gebaut werden, die einen niedrigen Energiebedarf aufweisen. Ziel dieser Maßnahme sind Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent. "Damit wird das Energiesparen zur Pflicht", so Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen.

Die neue Energieeinsparverordnung fasst die beiden bisherigen Regelwerke zusammen und legt gleichsam Grenzwerte für den Primärenergiebedarf von Neubauten fest. Bei dem Primärenergiebedarf handelt es sich um die Energiemenge, die für Heizung und warmes Wasser aufgewendet werden muss. Außerdem, so die Verbraucherzentrale, müsse man noch die Energiemenge berücksichtigen, die durch Verteilung und Umwandlung der Brennstoffe entstehe.

Zwecks Einhaltung der neuen Vorschriften schreibt der Gesetzgeber nun einen Energiebedarfsausweis vor. Dieser fasst Energie- und Wärmebedarf sowie Energiekennwerte zusammen. Der Ausweis, der quasi die energetischen Werte des neuen Eigenheims dokumentiert, muss ab sofort jedem Bauantrag beiliegen. Dabei müssen in ihm alle Parameter der Heizungsanlage festgeschrieben werden, etwa wie wird das warme Wasser zubereitet oder welche Energieträger werden eingesetzt?

Der bisherige Durchschnittsverbrauch von Energie liegt bei sieben bis zehn Litern Heizöläquivalent, so Roland Pause - diesen auf fünf bis sieben Liter zu senken, erfordert erhebliche Anstrengungen. Planer, Architekten und Bauunternehmer - freilich auch der Bauherr selbst - müssen deshalb genau kalkulieren, welche Einsparpotenziale vorhanden sind und welche Wärmedämmung die beste ist.

Weitere Infos zur Energiesparverordnung und den mit ihr einher gehenden Übergangsvorschriften erteilt die Verbraucherzentrale Sachsen in ihrer stationären Energieberatung. Termine gibt's unter 0180-5797777.