Vergleich

Neue BMU-Studie zeigt doch Chancen für "saubere Kohle"

Eine neue Studie des Bundesumweltministeriums befasst sich mit den Chancen für klimaverträglichen Kohlestrom. Befürchtungen, wonach es um die Chancen für "saubere Kohle" schlecht bestellt sei, trat das Ministerium entschieden entgegen. Die Entwicklung sei nicht präzise vorherzusagen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am Mittwoch eine Studie zum Vergleich "Fossile Kraftwerke mit CO2-Abscheidung (CCS) und erneuerbare Energien" veröffentlicht. Das Gutachten belege laut BMU, dass die Kosten von Strom aus Kraftwerken mit CCS-Technologie sich unter günstigen Bedingungen in eine echte Konkurrenzsituation mit dem Strom aus erneuerbaren Energien bewegen werden. Das BMU widerspricht entschieden der Darstellung von "Zeit Online", das Gutachten sei "bisher unveröffentlicht" und sein Ergebnis sei, dass klimaverträglicher Kohlestrom "voraussichtlich nie konkurrenzfähig sein" werde.

Die Entwicklung im Einzelnen lasse sich heute nicht präzise vorhersehen, da sich sowohl die erneuerbaren Energien als auch die CCS-Technologie stark in der Entwicklung befänden. Insbesondere für CCS lägen bisher nur sehr wenige Praxiserfahrungen vor, was das Abschätzen von Kostensenkungs-Potentialen erschwere.

Das Gutachten betont, CCS könne im Sinne einer Brückenfunktion einen befristeten, aber wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten, und stellt präzise die Probleme und Schwierigkeiten dar, die bis dahin noch zu überwinden sind.

Das Gutachten ist auf der Homepage des BMU unter "Klimaschutz" oder auf der BMU-Seite unter dem unten stehenden Link herunterzuladen. Dort ist auch die einleitende Zusammenfassung der Studie verfügbar, die die Kernaussagen zusammenfasst.

Weiterführende Links
  • Link zum Download des Gutachtens