Vom BMU gefördert

Neue Biomasse-Anlage erzeugt Strom und Wärme

Eine innovative Anlage zur Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse wurde kürzlich in Homburg im Saarland in Betrieb genommen. Das Vorhaben der BISEA GmbH wurde vom Bundesumweltministerium (BMU) mit insgesamt 550.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Homburg (red) - "Die Anlage ist ein Modell dafür, wie mit Rohstoffen aus der Region [...] umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugt werden können", sagte Astrid Klug, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU, bei der Inbetriebnahme der Anlage. Damit sei ein "weiterer Baustein geschaffen", um die Energiepotenziale von Biomasse mit Hilfe dezentraler Anlagen zu erschließen und die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen zu verringern. Zudem könnten so jährlich bis zu 2000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Idee der Holzvergasung ist zwar nicht neu, neu ist jedoch die Kombination eines stationären Wirbelschichtvergasers mit einer Ölwaschanlage. Dadurch können das bisher bestehende Teerproblem gelöst, Schadstoffe gebunden und die Anlagenleistung deutlich erhöht werden. Mit dem Einsatz von Holz aus der Landschaftspflege werden darüber hinaus die Entsorgungs-Probleme dieses Materials vermieden, das ohne Vorbehandlung nicht mehr auf Deponien abgelagert werden darf. Das Investitionsvolumen der Anlage lag bei insgesamt rund zwei Millionen Euro.