Steigender Anteil

Neue Biogasanlage entsteht im Altenburger Land

In Thüringen wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Erfurt immer mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Im ostthüringischen Göhren ist am Donnerstag der Grundstein für eine Biogasanlage zur Stromerzeugung gelegt worden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Wie die betreibende Landgas Göhren GmbH in Erfurt mitteilte, handelt es sich bei dem Kleinkraftwerk um die erste Biogasanlage in Ostthüringen, die mit dem so genannten Trockenfermentationsprinzip arbeitet. Dafür würden landwirtschaftliche Rohstoffe wie Mais-, Gras- und Ganzpflanzensilage sowie Rindermist nach einem speziellen Verfahren gegärt und das anfallende Gas als Brennstoff in einem Heizkraftwerk zur Stromerzeugung verwertet.

Ab 2007 sollen jährlich rund 4,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlicher Strom mit der neuen Anlage erzeugt werden. Diese Menge entspreche dem Jahresstrombedarf von 1125 Einfamilienhäusern. Die Betreiberunternehmen wollen den Angaben zufolge 1,8 Millionen Euro in den Neubau des Kraftwerks investieren.

Die E.ON Thüringer Energie AG gehört ebenso zu den Gesellschaftern des Betreiberunternehmens wie die Bekon Energy Technologies GmbH aus Bayern und ein Landwirt aus Göhren.

Im vergangenen Jahr wurden rund 26 Prozent des Stroms auf Basis von Windkraft, Biomasse, Wasser und Sonnenenergie erzeugt, wie das statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Das entspreche rund 1,6 Milliarden Kilowattstunden. 14 Jahre zuvor wurden im Freistaat 95,1 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen. Wichtigster erneuerbarer Energielieferant war 2005 die Windkraft, aus der fast die Hälfte des Stroms aus alternativen Energieträgern erzeugt wurde.

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