Strom-News
Bio BrennstoffeRWE Innogy und Topell Energy bauen eine neue Anlage zur Herstellung von Bio-Kohle Pellets. Diese sollen in niederländischen Kohlekraftwerken eingesetzt werden. Durch das Ersetzen fossiler Brennstoffe durch sogenannte Biomasse sollen erhebliche CO2-Einsparungen möglich werden.
Duiven (red) - Im holländischen Duiven hat der Bau für die erste großtechnische Anlage zur Herstellung von Bio-Kohle Pellets begonnen. Die Anlage ist ein gemeinschaftliches Projekt von RWE Innogy und der jungen niederländischen Technologiefirma Topell Energy, rund 15 Millionen Euro soll die Umsetzung kosten. Bereits 2011 soll die Anlage zur Herstellung von Biomasse in Betrieb genommen werden. Von da an will man rund 60.000 Tonnen der Pellets produzieren.
Durch den Einsatz von Biomasse anstelle von fossilen Brennstoffen erhofft man sich eine Veringerung des CO2 Ausstoßes. Im Vergleich zu konventionellen Steinkohlekraftwerken in Deutschland will man sogar rund eine Million Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.
In Duiven sollen, mit einem neu entwickelten Verfahren, Bio-Kohle Pellets im industriellen Maßstab hergestellt werden. Dabei sollen auch die Einsatzmöglichkeiten von Biomasse verbessert und erweitert werden. So sollen die Pellets über eine höhere Energiedichte verfügen und somit gleichmäßigere Verbrennungseigenschaften aufweisen, wodurch sie mit Kohle gelagert und verbrannt werden können. Das dürfte wiederum recht effizient für die Infrastruktur sein, denn so braucht man keine gesonderten Stellen für Lagerung oder Zerkleinerung.
Der Newsletter von Strom-Magazin.de
Bekommen Sie kostenlos jeden Mittwoch aktuelle News vom Strom- und Gasmarkt direkt in Ihr Postfach! Jetzt anmelden:
In der dritten RWE-Stromauktion im Jahr 2010 haben europäische Industrieunternehmen nach Angaben des Konzerns 225 Megawatt des Grundlastprodukts für die Lieferung im Jahr 2011 ersteigert. Der Essener Stromanbieter plant vier Auktionen im Gesamtjahr, die nächste soll im August starten.
Die Landesregierung will den Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz bis zum Jahr 2020 mindestens verdoppeln. Zu diesem Zweck hat das Land eine Kooperation mit dem Energiekonzern RWE vereinbart. So soll etwa der Bau zusätzlicher Stromtrassen bewerkstelligt werden.
Die Speicherung von Kohlendioxid in tiefen Gesteinsschichten würde nach Ansicht der norddeutschen Wasserwirtschaft zu unkalkulierbaren Risiken für das Trinkwasser führen. Die umstrittene Speichertechnik könnte dem Verband zufolge zu einer "irreversiblen Kontamination" des Grundwassers mit Schadstoffen führen.
Die Ankündigung des Stromanbieters RWE, keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu bauen, ist auf Skepsis gestoßen. Klima-Bündnisse zweifeln angesichts weit fortgeschrittener Planungen für neue Kraftwerke an der Glaubwürdigkeit des Energieriesen. RWE müsse seinen Ankündigungen auch Taten folgen lassen.
Zum 1. August erhöht der Essener Versorger die Strompreise. Um 1,79 Cent pro Kilowattstunde wird der Preis angehoben, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Verantwortlich sei in erster Linie die Umlage für erneuerbare Energien. Zudem soll es ein neues Stromprodukt mit einer dreijährigen Preisgarantie geben.Strompreise vergleichen
Einfach Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in kWh eingeben und günstige Stromtarife finden!