Solar-Studie

Neuberechnung könnte EEG-Umlage deutlich senken

Mit aktuellen Studienergebnissen will die Phoenix Solar AG den "wahren Wert" der Photovoltaik hervorheben. Die Debatte um Kosten und Nutzen von Solarenergie geht demnach von ungünstigen Berechnungen aus, eine Anpassung werde die EEG-Umlage deutlich senken und Stromkunden entlasten.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Sulzemoos (red) - Der Börsenpreis an der Leipziger Strombörse sei kein geeigneter Maßstab, Solarstrom angemessen zu bewerten. Tatsächlich ersetze Photovoltaikstrom Gas- und Steinkohlekraftwerke. Deswegen sollten auch die Vollkosten dieser fossilen Stromerzeugungsarten mit den Kosten der Photovoltaik verglichen werden.

Erreichen der Gewinnschwelle schon bald möglich

Allein durch eine Anpassung der Berechnung könne die EEG-Umlage für die Photovoltaik im Jahr 2011 um bis zu 18 Prozent reduziert werden. Bereits im Jahr 2010 könne in Deutschland die gesamtwirtschaftliche Gewinnschwelle für den Zubau von Photovoltaik erreicht werden. Würden 2011 sechs Gigawatt Leistung zugebaut, könnten Ende des Jahres zudem alle seit dem Jahr 2000 im Rahmen des EEG angeschlossenen Photovoltaikanlagen in Deutschland die Gewinnschwelle erreichen.

Photovoltaik könne bei angepasster Kostenberechnung innerhalb der nächsten fünf bis acht Jahre im Vergleich zu neuen Gas- und Steinkohlekraftwerken wettbewerbsfähigen Strom liefern. Ab diesem Zeitpunkt könne Solarstrom ebenso wie konventioneller Strom besteuert und mit Netzkosten beaufschlagt werden.

Neuberechnung der Kosten könnte Stromkunden entlasten

Phoenix Solar fordert nun eine Anpassung der Berechnung. Daraus ergäbe sich bereits eine deutliche Senkung der Differenzkosten und damit eine Entlastung der Stromkunden. Die Studienergebnisse hätten langjährige Zweifel an der Korrektheit der Berechnung bestätigt, so Andreas Hänel, Vorstand von Phoenix Solar. Studienautor Jochen Hauff betont, dass gerade in einer Phase starker Kritik an der Solarförderung die Photovoltaik ihre Fähigkeit demonstriere, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu einer nachhaltigen Stromerzeugung beizutragen.