Strom-News
Keine EntlastungDie steigenden Durchleitungsgebühren in deutschen Stromnetzen stehen einer spürbaren Senkung der Strompreise im Wege, wie aus einer Studie von ene't hervorgeht. Seit Jahresanfang hätten fast alle Netzbetreiber die Gebühren, die Drittanbieter für die Nutzung der Stromnetze zahlen müssen, erhöht.
Hückelhoven (red) - Um durchschnittlich 7,8 Prozent seien die Netzkosten seit Jahresbeginn gestiegen, wie die ene't GmbH in einer jetzt vorgelegten Studie zur Entwicklung der Netzentgelte ermittelte.
Die Kosten für die Netznutzung machen rund ein Drittel des Strompreises aus, Lieferanten führen sie an die Netzeigentümer ab und legen sie auf ihre Abnehmer um. Die steigenden Netzentgelte machen derzeit Nachkalkulationen auf Seiten der Stromhändler erforderlich, so ene't. Dies sei einer der Gründe dafür, dass Endverbraucher immer noch nicht von den gefallenen Großhandelspreisen für Strom profitieren können.
Nachdem die Netzentgelte bis Ende 2008 dreieinhalb Jahre gesunken waren, gehe der Trend nach der Umstellung der staatlichen Kontrolle auf die "Anreizregulierung" in die entgegengesetzte Richtung. Die Einführung der Anreizregulierung bringe mit sich, dass Netzbetreiber wieder mehr Gewinne aus dem Leitungsgeschäft erwirtschaften können.
"Insbesondere die vier Übertragungsnetzbetreiber E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW hätten ihre Netzentgelte zum Teil um über 30 Prozent erhöht, was bei allen Stromlieferanten zu höheren Kosten führe", meint Regulierungsexperte Prof. Dr. Uwe Leprich von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.
Die ene't Energieberatung und Dienstleistung GmbH ist als Informationsdienstleister für über 300 Energieversorger tätig.
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Der Bund der Energieverbraucher hat durch ein Mitglied Strafanzeige gegen die beiden größten deutschen Energieversorger E.ON und RWE erstattet. Den Unternehmen würden Strompreismanipulation und die Zurückhaltung von Stromkapazitäten zwecks Preistreiberei vorgeworfen. Die Konzerne wiesen die Vorwürfe zurück.
Wer nicht wechselt, den bestraft die Jahresabrechnung. Obwohl die Großhandelspreise für Strom seit letztem Jahr stark gesunken sind, erhöhten im Jahr 2009 bereits 699 Stromanbieter die Preise. Auch für den kommenden Monat haben 15 Stromanbieter Erhöhungen angekündigt.
Der Staatsanteil an der Stromrechnung für Haushalte hat sich seit 1998 mehr als verdoppelt, so der Branchenverband BDEW. Von der Stromkosten eines Musterhaushalten gehen demnach 26 Euro pro Monat in Form von Steuern und Abgaben an den Staat.
Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger halten das Klimaschutzengagement von RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW für unzureichend und die aktuellen Strompreise der Konzerne für überzogen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von TNS-Emnid im Auftrag von Greenpeace.
Das Bundeskartellamt nimmt die Preisgestaltung der Stromversorger unter die Lupe. Dahinter stehe der Verdacht, dass Konzerne wie E.ON, RWE, Vattenfall oder EnBW, die über einen Großteil des Kraftwerksparks verfügen, absichtlich Strommengen verknappen, um die Preise an der Strombörse und im Großhandel künstlich hoch zu halten.Strompreise vergleichen
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