In Sachsen-Anhalt

Netzentgelte für sechs Stromnetzbetreiber bis 24 Prozent gesenkt

Nicht nur die Bundesnetzagentur sondern auch die zumeist in den Wirtschaftsministerien angesiedelten Landesregulierungsbehörden sind momentan mit der Überprüfung von Netznutzungsentgelten beschäftigt. In Sachsen-Anhalt wurden jetzt neuerlich Bescheide mit deutlichen Senkungsforderungen verschickt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Magdeburg (ddp-lsa/sm) - Die Landesregulierungsbehörde für Elektrizität und Gas hat zum 1. August die Stromnetzentgelte für weitere sechs Stromnetzbetreiber in Sachsen-Anhalt genehmigt. Dabei habe sich ein durchschnittliches Senkungspotenzial je nach Netzbetreiber von 14 bis 24 Prozent ergeben, teilte das Wirtschaftsministerium in Magdeburg mit.

Bei den ersten Genehmigungen zum 1. Juli gab es Senkungen bis 29 Prozent. Andere Bundesländer und auch die Bundesnetzagentur seien weit entfernt von einer derart gravierenden Senkung der Entgelte für die Netznutzung, sagte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU). "Wir werden mit gleicher Intensität darauf hinwirken, dass sich jede Kostensenkung letztlich auch im Strompreis für Haushalte und Unternehmen niederschlägt."

Die Landesregulierungsbehörde für Elektrizität und Gas ist für alle Netzbetreiber verantwortlich, an deren Netz weniger als 100 000 Kunden angeschlossen sind. Bereits genehmigt sind derzeit die Stromnetzentgelte für zehn Stromnetzbetreiber. 13 Anträge sind noch in der Prüfung und werden bis spätestens 1. Oktober entschieden. Mit den aktuellen Bescheiden wurden folgende Stadtwerke zu einer Senkung verpflichtet: Stadtwerke Burg (minus 19,27 Prozent), Dessauer Stromversorgung (minus 21,15 Prozent), Stadtwerke Lutherstadt Eisleben (minus 14,45 Prozent), Halberstadtwerke (minus 17,57 Prozent), Stadtwerke Merseburg (minus 23,41 Prozent) und Stadtwerke Schönebeck (minus 14,78 Prozent).