"Investitionsgrundlage"

Netzentgelt-Bescheid: EnBW prüft rechtliche Schritte

Der Energiekonzern EnBW hält die Kürzung der von ihm beantragten Netznutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur für ungerechtfertigt. Angemessene Netzentgelte seien die Grundlage für notwendige Investitionen, erklärte das Unternehmen. Daher prüfe man rechtliche Schritte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Stuttgart (ddp/sm) - Die Behörde hatte die von EnBW beantragten Netznutzungsentgelte um 14 Prozent gekürzt, weil sie diese für überhöht hält. Die neuen Entgelte gelten bis Ende 2007. Mit der Regulierung der Netznutzungsentgelte, die 38 Prozent des Endverbraucherstrompreises ausmachen, will die Bundesnetzagentur mehr Wettbewerb und schließlich günstigere Verbraucherpreise ermöglichen.

Inwiefern der Bescheid Auswirkungen auf die Strompreise hat, teilte das Unternehmen nicht mit. Nach Einschätzung des Bundes der Energieverbraucher dürfte der Preis nur zwischen 0,1 bis 0,2 Cent pro Kilowattstunde sinken. Der Bundesverband Verbraucherzentrale geht dagegen bei einem Drei- bis Vier-Personen-Haushalt von einer Einsparung von 35 Euro pro Jahr aus.

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) rief angesichts der hohen Energiepreise dazu auf, verstärkt auf Energieeffizienz zu setzen. "Ein geringerer Energieverbrauch senkt nicht nur Kosten, sondern trägt außerdem zum Klimaschutz bei", sagte die Ministerin in Stuttgart. Sie sprach sich auch für eine stärkere Nutzung alternativer Energieträger aus.

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