Neue Erhebung

Netzbetrieb: Stromleitungen unterschiedlich genutzt

Die Auslastung der deutschen Stromnetze ist regional sehr unterschiedlich: Die Höchstspannungsebene beispielsweise ist im Westen mit 13,5 Millionen Kilowattstunden dreimal so viel ausgelastet wie im Osten. Gründe sind Bevölkerungsdichte und Industriestruktur.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Stromnetze sind in Deutschland sehr unterschiedlich ausgelastet: In der Höchstspannungsebene ist die Auslastung je Kilometer und Jahr im Westen mit 13,5 Millionen Kilowattstunden etwa dreimal so hoch wie im Osten des Landes mit 4,4 Millionen Kilowattstunden. Das ermittelte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin. Die unterschiedliche Auslastung der Netze werde vor allem durch die Bevölkerungsdichte und Industriestruktur bewirkt.

Etwas geringer ist der Unterschied auf der Regionalebene: Im Westen wird über die Hochspannungsnetze pro Kilometer und Jahr mit 6,8 Millionen Kilowattstunden etwa das Doppelte transportiert wie im Osten Deutschlands mit 2,7 Millionen Kilowattstunden, berichtet der VDEW. Auch im Bereich der Mittelspannung ergäben sich ähnliche Unterschiede. Im Niederspannungsnetz sei die transportierte Strommenge je Kilometer und Jahr im Westen etwa anderthalb mal so hoch wie im Osten.