Vorwurf

Netzbetreiber tricksen angeblich bei den Investitionskosten

Die SPD wirft den vier großen Stromnetzbetreibern Täuschung bei den Investitionskosten für den Netzausbau vor. "Die Netzanbieter übertreiben maßlos. Es wird mit Zahlen operiert, die wahrscheinlich mindestens doppelt so hoch sind wie die tatsächlichen Zusatzkosten", lautet der Vorwurf.

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Passau (dapd/red) - Das sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ulrich Kelber, der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe). Das sei der "Versuch, die nächsten Erhöhungen bei den Netzentgelten zu rechtfertigen und die Energiewende auszubremsen".

Tatsächliche Kosten sollten offengelegt werden

Die Netzbetreiber hatten die notwendigen Investitionen für den Netzausbau auf rund 20 Milliarden Euro beziffert. Kelber forderte Klarheit über die tatsächlichen Kosten. "Die echten Zahlen müssen auf den Tisch. Darauf werden wir im Beirat der Bundesnetzagentur dringen", sagte der SPD-Politiker. Indes fürchten andere Beobachter, der Netzausbau könne noch teurer werden, wenn mehr Leitungen als jetzt geplant unterirdisch verlegt werden.