Stromanbieter wechseln

Netzagentur: Strompreiserhöhungen nicht auf Ökostrom schieben

Nach Ansicht der Bundesnetzagentur haben sich viele Stromkonzerne bei den jüngsten Preiserhöhungen zu Unrecht auf höhere Ökostrom-Kosten berufen. Behördenchef Matthias Kurth rät Verbrauchern, sich nach einem günstigeren Stromanbieter umzusehen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

München (ddp/red) - Nach Berechnungen der Agentur mache die zunehmende Einspeisung erneuerbaren Stroms nur einen Bruchteil des Strompreises aus. "Wir kommen auf 0,2 Cent je Kilowattstunde", sagte Behördenchef Matthias Kurth sagte der "Süddeutschen Zeitung".

Höhere Strompreise nicht gerechtfertigt

Kurth kritisierte, viele Versorger agierten unredlich. So zögen die Unternehmen als Begründung für die Preiserhöhungen zwar den wachsenden Ökostrom-Anteil heran. Dass gleichzeitig die Börsenpreise für Strom gefallen seien, bleibe aber unerwähnt. Die Branche habe offenbar aus "kommunikativen Fehlern der Vergangenheit" nicht gelernt.

Kurth: Günstigeren Stromanbieter suchen

Kurth rief die Verbraucher dazu auf, sich nach günstigeren Anbietern umzusehen. "Eigentlich ist jetzt die Stunde des Kunden", sagte er. Einen kostenlosen und unverbindlichen Strompreisvergleich können Sie mit unserem Stromrechner durchführen.