Erhöhung

Netzagentur: Strompreis muss nicht wegen EEG-Umlage steigen

Die EEG-Umlage wird um rund 1,5 Cent auf 3,53 Cent pro kWh steigen, wie die Übergangsnetzbetreiber jetzt bekannt gegeben haben. Die Bundesnetzagentur ist der Meinung, dass diese Erhöhung aber nicht in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben werden sollte - und auch nicht müsste.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red) - "Der starke Anstieg der EEG-Umlage ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Vor allem wirkt sich hier die gestiegene Gesamtsumme der Vergütungszahlungen an die Anlagenbetreiber aus," so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Allein acht Milliarden Euro würden den Betreibern von Solaranlagen zukommen. Aufgrund der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sinkt die Vergütung für die Einspeisung von Solarenergie jedoch voraussichtlich um mehr als fünf Cent pro kWh.

Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Strom aus erneuerbaren Energien an der Börse zu vermarkten. Die Differenz zwischen der Einspeisevergütung für den Ökostrom und den Einnahmen aus seiner Vermarktung an der Börse wird über die EEG-Umlage finanziert. Je niedriger das Börsenpreisniveau ist, desto größer ist die Differenz zu den EEG-Vergütungssätzen.

Erhöhung sollte nicht komplett in die Strompreise fließen

"Verbraucher sollten nicht in vollem Umfang mit der erhöhten EEG-Umlage belastet werden. Die zunehmende Menge an erneuerbarer Energie bewirkt sinkende Großhandelspreise, weil sukzessive teure Kraftwerke aus dem Markt gedrängt werden," so Kurth. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur müsse der Beschaffungskostenanteil um einen halben Cent pro kWh sinken. Kurth rät den Verbrauchern, die Angebote auf dem Strommarkt zu überprüfen und gegebenenfalls den Stromanbieter zu wechseln. Einen Preisvergleich können Sie mit unserem Stromrechner machen.