Strom-News
NetzentgelteGaskunden in Deutschland können auf leicht sinkende Preise hoffen. Die Bundesnetzagentur verordnete den Betreibern der Gas-Fernübertragungsnetze eine teils deutliche Preissenkung. Diese wirkt sich auch auf die Gasrechnung der Endkunden aus, allerdings nur in abgeschwächter Form.
Bonn (afp/red) - Die großen überregionalen Fernleitungsfirmen müssten ihre Tarife im Schnitt um bis zu einem Viertel kürzen, erklärte Netzagentur-Chef Matthias Kurth. An einzelnen Punkten allerdings könnten die Preise auch steigen.
Das Gas wird in Deutschland zunächst über die Fernleitungen transportiert, dann über das regionale Verteilnetz an die Verbraucher geliefert. Die Netzgebühren für die Fernleitungsnetze machen deshalb nur einen kleineren Teil des Preises aus.
Die Bundesnetzagentur machte mit ihrer Entscheidung von einer sogenannten Anreizregulierung Gebrauch. In den vergangenen Monaten überprüfte sie die Kosten der Netzbetreiber und legte auf dieser Basis den Gewinn fest, den die Betreiber machen dürfen. Dabei orientiert sich die Vorgabe der Behörde an den effizientesten Firmen der Branche.
Die Unternehmen müssen ihre Netzentgelte dann entsprechend kalkulieren. Die neuen Durchleitungspreise sollten von Donnerstag an gelten. Gewinne, die nach Ansicht der Behörde zu hoch waren und die die Unternehmen bereits vorher erzielt haben, müssen die Betreiber 2011 bis 2013 zugunsten ihrer Kunden verrechnen.
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