Energieversorgung

Netzagentur: Das Stromnetz kommt gut über den Winter

Das deutsche Energieversorgungssystem ist einem Pressebericht zufolge für die kalte Jahreszeit gewappnet. Die Situation werde im kommenden Winter "angespannt, aber beherrschbar" sein, zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag aus einem internen Papier des Bundeswirtschaftsministeriums.

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Berlin (AFP/red) - Dieses beruft sich auf umfangreiche Berechnungen der Bundesnetzagentur. Dabei seien sowohl besonders kalte, trübe und windstille Wintertage wie auch der Ausfall einer Höchstspannungsleitung simuliert worden.

Stromnetz ist auf den Ernstfall vorbereitet

Den Berechnungen zufolge wären an einem solchen Tag 2,4 Gigawatt Stromreserve nötig, also Kraftwerke, die im Ernstfall schnell hochgefahren werden müssten. Die Betreiber der großen deutschen Stromnetze haben dem Bericht zufolge bereits ein halbes Dutzend Notkraftwerke fest als Reserve gebucht, und zwar in Mannheim, bei München, in Mainz sowie in Karlsruhe. Wie bereits im vergangenen Winter sollen im Notfall auch Kraftwerke in Österreich Strom zuliefern. Die Gesamtleistung der Kaltreserve liegt dem Bericht zufolge bei 2,5 Gigawatt.

Im vergangenen Winter war es eng

Im vergangenen Winter hatte das deutsche Energieversorgungssystem angesichts einer mehrwöchigen extremen Kältewelle an seiner Leistungsgrenze gearbeitet. Nur durch das Anzapfen auch ausländischer Kraftwerke und Stromnetze konnte die Sicherheit der Versorgung in Deutschland nach Angaben der Netzbetreiber gewährleistet werden. An zehn Tagen mussten auch Reservekraftwerke hierzulande und in Österreich angefahren werden.

Quelle: AFP