Routine

Neckarwestheim für jährliche Revision vom Netz

Für die jährlichen Prüf- und Instandhaltungsarbeiten ist der Block I des Kraftwerkes Neckarwestheim nun für einige Wochen vom Netz genommen worden. Die EnBW investiert einen zweistelligen Millionenbetrag, um die Sicherheit des mittlerweile 30 Jahre alten Kraftwerkes weiterhin auf dem neusten Stand zu halten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Karlsruhe (red) Der Block I des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN I) wurde für die jährliche Revision planmäßig vom Netz genommen. In den kommenden Wochen sollen Prüf- und Instandhaltungstätigkeiten durchgeführt und 44 der 177 Brennelemente ausgetauscht werden.

"Wir werden in dieser Revision überwiegend mit Routinearbeiten beschäftigt sein", berichtet Helmut Scherla, Leiter der Anlage Block I. "Zu den größeren Einzelprojekten zählen die Wirbelstromprüfung der Heizrohre in zwei der drei Dampferzeugern und die Dichtheitsprüfung des Reaktorsicherheitsbehälters. Außerdem werden wir Prüfarbeiten am Kernbehälter durchführen und ein neues, digitales Schutzsystem des Drehstromgenerators und des zugehörigen Transformators in Betrieb setzen."

Der kaufmännische Geschäftsführer des GKN, Wolfgang Heni, unterstreicht die übergeordnete Bedeutung der Revision: "Im 30. Betriebsjahr geben wir erneut einen zweistelligen Millionenbetrag für die weiterhin sichere Stromproduktion von Block I aus." Ein Großteil dieser Investitionen komme auch der regionalen Wirtschaft und den dort Beschäftigten zugute. Um Kernkraftwerke parallel zur technischen Entwicklung auf dem neusten Stand zu halten, investiere die EnBW kontinuierlich in die Sicherheit der Anlage.

Die Revisionsarbeiten werden vom TÜV als Gutachter des Umweltministeriums Baden-Württemberg, der Kerntechnik-Gutachterarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg und der Staatlichen Materialprüfungsanstalt, Stuttgart begleitet. Nach der Abnahme der Arbeiten erteilt das Umweltministerium Baden-Württemberg die Zustimmung zum Wiederanfahren der Anlage.