Neckarwerke Stuttgart müssen jährlich 100 Millionen Mark einsparen

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"Wir müssen den Gürtel enger schnallen, um die Hose nicht zu verlieren." Mit diesem Satz beschrieb heute der Betriebsratsvorsitzende und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Neckarwerke Stuttgart AG (NWS), Peter Boos, in einem Gespräch mit dem "Strom-Magazin" die Lage des Stromanbieters.


Der Versorger von 3 Millionen Menschen hat einen Jahresumsatz von rund 3,5 Milliarden Mark. Trotz ihrer Größe sehen sich die NWS zunehmend dem Konkurrenzdruck auf dem liberalisierten Strommarkt ausgesetzt. Die Neckarwerke planen deshalb ab dem Jahr 2.000 jährliche Einsparungen von 100 Millionen Mark. Damit sollen die Umsatzverluste beim Strom ausgeglichen werden. In Rahmen dieses Sparprogramms, so Boos, sei geplant, die Investitionen in bestehende und neue Anlagen zu senken. Dabei müsse natürlich darauf geachtet werden, die technischen Standards nicht zu weit zu senken, denn die Wettbewerbsfähigkeit sei auch zukünftig wichtig.


Die Einsparungen werden nicht ohne Folgen für die Belegschaft bleiben. Boos ist jedoch der Meinung, die NWS könnten geplante Stellenstreichungen durch ein neues Dienstleistungsangebot rund um den Strom ausgleichen. Derzeit werde ein gemeinsames Konzept für ein sozialverträgliches Sparprogramm ausgearbeitet. Details zu den Sparmaßnahmen sind noch nicht bekannt. Die Pressestelle des Unternehmens wollte sich in dieser Frage dem "Strom-Magazin" gegenüber nicht äußern.


Markus Götz