Neckarwerke steigen in Preiskampf ein

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com
Jetzt gehen auch die Neckarwerke Stuttgart (NWS) in die Offensive: Nachdem man schon zum 1. Juli dieses Jahres die Preise für Privatkunden um bis zu acht Prozent gesenkt hatte, sollen die Tarife für Privathaushalte künftig "mindestens so günstig sein" wie die billigsten deutschen Anbieter. "Wir werden auf jeden Fall immer mindestens so gut sein wie andere, seriöse Anbieter", sagte der NWS-Vorstandsvorsitzende Ernst August Wein gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.


Zur Höhe der für Oktober anberaumten Tarifsenkung machte Wein keine Angaben. Informationen der Stuttgarter Nachrichten zufolge soll es aber Bonuspunkte für langfristige Verträge geben. Künftige Preissenkungen sollen auch für alte Verträge wirksam werden. Wein sagte, dass die Neckarwerke mit "riesigen Einbrüchen" im Stromgeschäft rechneten - der Kampf um die eine Millionen NWS-Privatkunden könne das Unternehmen in den nächsten drei Jahren "300, 400, vielleicht 500 Millionen Mark kosten". Den Gürtel hat man bereits enger geschnallt: Investitionen und Fremdabgaben sollen zurückgefahren, 1156 Stellen abgebaut werden. Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, befürworten Teile des Aufsichtsrats ein enges Zusammengehen mit der RWE Energie AG.