Naturstrom AG contra "Stoppwerke" Düsseldorf

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Die Naturstrom AG hat unter dem Motto "Stoppwerke Düsseldorf" eine Kampagne gestartet, mit der sie die Düsseldorfer Stadtwerke dazu bringen will, den Wechsel ihrer bisherigen Kunden zur Naturstrom AG - und damit zu einem der neuen Anbieter im liberalisierten Strommarkt - nicht länger zu unterbinden. Ralf Bischof, Vorstand der Naturstrom AG: "Die Stadtwerke sind rechtlich dazu verpflichtet, ihre Kunden aus ihren bisherigen Lieferverträgen zu entlassen. Leider sind sie nach mittlerweile fünfmonatigen Verhandlungen bis heute nicht dazu bereit." Noch vor zwei Wochen hätten die Stadtwerke Düsseldorf den wechselwilligen Kunden geschrieben, dass man zwar die Stromrechnung künftig an die Naturstrom AG schicken werde, aber der Kunde weiterhin Vertragspartner der Stadtwerke bleibe.


Im Rahmen der "Stoppwerke"-Kampagne will die Naturstrom AG fünftausend Postkarten im Düsseldorfer Stadtgebiet verteilen, die an die Stadtwerke adressiert sind. Während auf der Vorderseite der Karte ein Stopp-Schild mit der Aufschrift "Stoppwerke Düsseldorf" prangt, enthält die Rückseite eine Aufforderung an die Stadtwerke, die "unverständliche Blockadehaltung" aufzugeben. Weiter heißt es: "Akzeptieren Sie, daß Ihre Kunden endlich selbst entscheiden wollen, von wem sie ihren Strom beziehen!"


Von den 235 Energieversorgern, mit denen die Naturstrom AG bislang in Verhandlungen stand, erschweren nach Angaben der Gesellschaft nur rund zwanzig ihren Kunden den Lieferantenwechsel. Auch im Interesse ihrer Kunden sehe sich die Naturstrom AG gezwungen, bei der nordrhein-westfälischen Energieaufsichtsbehörde Beschwerde gegen das Verhalten der Düsseldorfer Stadtwerke und auch der Kölner GEW AG einzulegen.