Naturstrom AG beschließt Ausbau der Geschäftstätigkeit

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Die Weichen für die schrittweise Entwicklung der Naturstrom AG zum integrierten Versorgungsunternehmen für erneuerbare Energien sind gestellt: Auf der gestrigen Hauptversammlung des Unternehmens stimmten die Aktionäre den Plänen von Vorstand und Aufsichtsrat zu, die Geschäftstätigkeit ausgehend vom Handel mit Öko-Strom künftig auf neue Felder auszudehnen. So soll in Zukunft der Betrieb von eigenen Energieerzeugungsanlagen dem Wachstum der Naturstrom AG weitere Dynamik verleihen. Darüber hinaus plant das Unternehmen seine Chancen auch in Verteilung und Transport regenerativer Energien sowie in kundennahen Dienstleistungen zu suchen. Dazu Ralf Bischof, Vorstand der Naturstrom AG: "Wie keine andere Marke steht Naturstrom für den konsequenten Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland. Dieses Potenzial wollen wir jetzt nutzen, um einen höheren Wertschöpfungsgrad in diesem Wachstumsmarkt zu erzielen." Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) habe die Voraussetzungen für den Betrieb von Erzeugungsanlagen entscheidend verbessert. Langfristig aber, so Bischof, müsse es Ziel sein, das Unternehmen durch die Direktvermarktung von Öko-Strom von gesetzlichen Garantien, wie sie derzeit das EEG vorsehe, unabhängig zu machen.


Zur Verwirklichung der Wachstumspläne hat die Hauptversammlung einstimmig eine ordentliche Kapitalerhöhung um bis zu 10 Millionen Mark beschlossen. Um künftig den Handel mit Naturstrom-Aktien zu erleichtern, haben die Aktionäre außerdem entschieden, die bestehende Vinkulierung aufzuheben. Vorstand Ralf Bischof wurde für das Geschäftsjahr 1999 entlastet. Dem ehemaligen Vorstandsmitglied Günter Benik hat die Hauptversammlung aufgrund der Vorgänge im Zusammenhang mit der im letzten Jahr gescheiterten Kapitalerhöhung die Entlastung verweigert. In den Aufsichtsrat gewählt wurden Dr. Thomas E. Banning, Hans-Christian Henze, Ralph Ehricke, Hans-Josef Fell, Lucie Hamelbeck und Dirk Jesaitis.