Baulärm

Naturschützer rügen Betreiber von Nordsee-Windparks

Naturschützer haben den am Bau der Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee beteiligten Firmen mangelnde Verantwortung für die Auswirkungen der Windkraft auf die Natur vorgeworfen. Die Baufirmen würden die Lärmschutzvorgaben ignorieren, was negative Auswirkungen auf Meeressäuger habe.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (dapd/red) - Die Baufirmen ignorierten Vorgaben der Behörden beim Lärmschutz für den sensiblen Schweinswal, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, der "Frankfurter Rundschau". Den Betreibern der Windparks seien schon seit Jahren die negativen Folgen des Baulärms auf die Meeressäuger klar. Sie hätten aber viel Zeit ungenutzt verstreichen lassen, statt das Problem zu lösen.

Aus Sicht von Deutschlands oberster Naturschützerin würden sich Windkraftfirmen Genehmigungen für Offshore-Anlagen auf Vorrat beschaffen. Sie steckten ihre Claims ab und handelten dann für Millionenbeträge mit den Papieren, kritisierte Jessel. Sie halte außerdem die von Naturschützern bekämpfte Erweiterung des Windparks Sandbank 24 vor Sylt für nicht genehmigungsfähig, da er mitten im weltweit zweitwichtigsten Rastgebiet seltener Seetaucher liege.