"Ökologische Wüsten"

Naturschützer fordern Deckelung für Biomasse

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat sich für eine Deckelung der Maisproduktion in Deutschland ausgesprochen. Ein Maisanteil von mehr als 50 Prozent der Ackerfläche in vielen Anbauregionen sei nicht mehr vertretbar, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe).

Biomasse© Swetlana Wall / Fotolia.com

Frankfurt am Main (AFP/red) - "Dort entstehen ökologische Wüsten ohne Bodenleben, Rückzugs- und Nahrungsräume verschwinden." Der Anbau von Biomasse müsse deshalb notfalls begrenzt werden, forderte Jessel.

Energieträger und Tierfutter

Verantwortlich für die Entwicklung ist der BfN-Präsidentin zufolge nicht nur der Energiemais. Auch als Tierfutter werde immer mehr Mais angebaut. Die oberste deutsche Naturschützerin forderte daher ein rasches Umsteuern sowohl in der EU-Agrarpolitik als auch im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Deckelung der Produktion gefordert

Beim Energiemais plädierte sie notfalls für einen harten Schnitt. Notwendig seien regionale Energiekonzepte, die energiewirtschaftlich und ökologisch tragfähig seien. "Dazu gehört, wo erforderlich, eine regionale Deckelung der Biomasseproduktion", sagte Jessel.

Quelle: AFP