EEG-Novelle

NaturEnergie AG: "Neue Zukunftsperspektiven für Große Wasserkraft"

Dank der heute vom Bundesrat gebilligten EEG-Novelle können künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch der Ausbau und die Erneuerung von großen Wasserkraftwerken mit mehr als fünf Megawatt Leistung gefördert werden. Die NaturEnergie als führender Ökostromanbieter zeigt sich darüber erfreut - und denkt mehr denn je an einen Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Grenzach-Wyhlen (red) - Die am heutigen Freitag vom Bundesrat gebilligte Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) ist auch bei der NaturEnergie AG, auf Zustimmung gestoßen. Grund: Erstmals ist die "Große Wasserkraft" in den Förderkatalog des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes aufgenommen worden.

Mit anderen Worten: Künftig werden auch der Ausbau und die Erneuerung von großen Wasserkraftwerken mit mehr als fünf Megawatt Leistung gefördert, wenn dadurch am gleichen Standort mindestens 15 Prozent Strom zusätzlich produziert werden können und zugleich der ökologische Zustand des Flusses verbessert wird.

Naheliegend, dass die NaturEnergie AG als führender Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien diesen Schritt begrüßt - derart werde die Rolle der "Großen Wasserkraft" als eine der zentralen Säulen der regenerativen Energieerzeugung anerkannt. Die "Große Wasserkraft" stelle zur Zeit rund 50 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien in Deutschland zur Verfügung. Das heute verabschiedete EEG eröffne den großen Wasserkraftwerken neue Zukunftsperspektiven, auch wenn die Regelungen "im Detail noch verbesserungsfähig" seien, wie es bei NaturEnergie heißt.

Durch die Modernisierung großer Wasserkraftwerke werde ein zusätzliches Stromerzeugungspotential von mehr als einer Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr erschlossen. Damit können rund 300.000 Haushalte in Deutschland versorgt werden. Der Löwenanteil werde auf die Modernisierung der traditionsreichen Kraftwerke am Hochrhein und am Oberrhein entfallen.

Mit der Gesetzesnovelle erhöhten sich auch deutlich die Chancen für den geplanten Neubau des Wasserkraftwerks Rheinfelden am Hochrhein, teilte das Unternehmen mit. Mit einer geplanten Investitionssumme von rund 400 Millionen Euro handele es sich dabei um das größte Einzelbauvorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien in Deutschland. Die verbindliche Entscheidung über den Neubau des ersten Flusswasserkraftwerks Europas wird voraussichtlich im Jahr 2005 fallen. Dabei würden auch Maßstäbe im Naturschutz gesetzt. So werde die bisherige Fischtreppe durch ein 800 Meter langes naturnahes Umgehungsgewässer ersetzt, das als Lachslaichgewässer konzipiert sei.

Die Modernisierung der "Großen Wasserkraft" bringe doppelten Nutzen, ist man sich in Grenzach-Wyhlen sicher: Mehr emissionsfreien und klimaschonenden Strom und mehr Schutz für Natur und Flüsse. "Wir freuen uns, dass diese Argumente eine breite politische Unterstützung im Gesetzgebungsverfahren im Bund und im Land Baden-Württemberg gefunden haben", sagte NaturEnergie-Vorstand Andreas Fußer.