Schlüsselposition

Nationale Sektion von Eurosolar in der Türkei gegründet

Eurosolar wird künftig auch in der Türkei stärker vertreten sein. In Istanbul wurde dazu die türkische Sektion der europäischen Vereinigung für erneuerbare Energien gegründet. Die ersten Ziele sind die Einführung von Gesetzen nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien.

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Die Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien, Eurosolar, hat eine Sektion in der Türkei gegründet. "Die stärkere Orientierung an der EU ist der erklärte Wille der 45 Gründungsmitglieder der türkischen Sektion von Eurosolar. Hauptziel ist die schnelle Einführung der Erneuerbaren Energien in den türkischen Energiemarkt", erläuterte der türkische Vorsitzende Dr. Tanay Sidki Uyar, Professor an der Marmara Universität Istanbul.

Der Irakkrieg hat auch viele Türken dafür sensibilisiert, wie stark die Türkei und die gesamte Welt vom klimaschädigenden Energieträger Erdöl abhängig ist und wie sehr die beginnende Verknappung des Erdöls mit der Gefahr von politischen Konflikten und Kriegen verbunden ist, sagte der Deutschlandvorsitzende von Eurosolar, Hans-Josef Fell. Zudem seien die Chancen für die Einführung der Erneuerbaren Energien in der Türkei gewachsen, da sich die neue türkische Regierung mehrfach positiv dazu geäußert hätte und das Bewusstsein für erneuerbare Energien in der Türkei generell gestiegen sei. In seiner Festrede stellte Hans-Josef Fell auch heraus, dass die Türkei eine Schlüsselposition für die Einführung der erneuerbaren Energien einnimmt. Sie sei Bindeglied zwischen Europa und dem arabischen Erdölraum und besitze mit einem hohen Potenzial an Sonnen-, Wind-, Bio- und Geothermienergie ein herausragendes natürliches Energieangebot.

Die ersten Ziele von Eurosolar in der Türkei sind die Einführung von Gesetzen nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes und die Gründung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).