Gasnetzzugang

natGAS: Elemente des Optionsmodells sinnvoll

Anders als einige andere Gesellschaften beurteilt das Potsdamer Unternehmen natGAS den Vorschlag von BGW und VKU, Elemente aus dem Optionsmodell im Zwei-Vertragsmodell zum Gasnetzzugang zu übernehmen, als "sachgerecht und grundsätzlich konstruktiv". Bis 1. Juni soll es eine Einigung geben.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Potsdam (red) - Der Wettbewerb auf dem Gasmarkt hängt entscheidend vom reibungslosen Zugang zu den Netzen ab. Nach der grundsätzlichen Einigung auf das Zwei-Vertragsmodell (Einspeise- und Ausspeisevertrag) zum 1. Februar müssen dessen Inhalte bis zum 1. Juni abschließend beraten und veröffentlicht sein. In diesem Zusammenhang spricht sich die Potsdamer natGAS AG dafür aus, Elemente aus dem derzeit diskutierten Optionsmodell in das Zwei-Vertragsmodell zu übernehmen.

Nach Ansicht des Unternehmens bleiben dadurch hohe Freiheitsgrade bei der Ausgestaltung von Kapazitätsbuchungen erhalten. Ziel sei, dass die Netznutzer auch in Zukunft die Kapazitätsauslegung an den Netzkopplungspunkten optional selbst bestimmen können. Das biete Gestaltungsmöglichkeiten bei den Transportentgelten und führe zu mehr Wettbewerb. Dabei käme es darauf an, Gas effizient und kostengünstig transportieren zu können. Eine Beschränkung auf das Zwei-Vertragsmodell würde hingegen zu starren Strukturen führen, die Gasversorger mit hohem Netznutzungs-Know-how vom Transport weitgehend ausschließe.

Anders als einige andere Gesellschaften beurteilt das Potsdamer Unternehmen daher den Vorschlag von BGW und VKU, Elemente aus dem Optionsmodell im Zwei-Vertragsmodell zu übernehmen, als "sachgerecht und grundsätzlich konstruktiv". Auch wenn natGAS als neuer Anbieter gegenüber der Gaswirtschaft gelegentlich unterschiedliche Auffassungen vertritt, existiere in diesem Fall "die gleiche Vorstellung von einer praxisgerechten Lösung", hieß es aus Potsdam.