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02.09.2010, 12:46 Uhr

Strom-News

Sondertarife

Nachtstromnutzung erschwert Anbieterwechsel

Es gibt gute Gründe, seinen Stromanbieter zu wechseln, etwa um Kosten einzusparen oder umweltfreundlicher zu leben. Bezieht man herkömmlichem Haushaltsstrom, ist ein Wechsel kein Problem; für Nutzer von Sondertarifen hingegen sieht es oft anders aus: So ist etwa die Nutzung von Nachtstromtarifen nicht immer rentabel.

Leipzig (ddp/red) - Kunden, die mit Nachtstrom heizen, sind meist auf ihren lokalen Anbieter angewiesen, wie die Verbraucherzentrale Sachsen berichtet. Lohnende Alternativen gebe es wenige.

Strommast "Für solche Kunden gibt es fast kein Einsparpotenzial, da überregionale Stromanbieter den preiswerten Nachtstrom kaum in ihrem Angebot haben", erklärt Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen. Nachttarife seien für die meisten Versorger aufgrund von hohen Netzentgelten nicht wirtschaftlich. Daher bleibe in den meisten Fällen nur die Versorgung durch den örtlichen Stromanbieter.

Außerdem sei die Nachtspeicherheizung ein Auslaufmodell. Bis zum Jahr 2020 soll ein Großteil der Geräte ausgesondert werden. Und auch für den Verbraucher sei der Nachtstrom nicht mehr rentabel. Während das Heizen mit elektrischen Speicheröfen früher als günstige Alternative gegolten habe, sei Strom als Energieträger mittlerweile dreimal so teuer wie das Heizen mit Gas oder Heizöl.

Hinzu kommt, dass Elektrospeicherheizungen nicht besonders umweltfreundlich sind. Wer frei über einen Stromanbieterwechsel entscheiden wolle, sei daher besser beraten, über eine Modernisierung nachzudenken und auf ein anderes Heizsystem umzurüsten, empfiehlt die Verbraucherzentrale. Tipp: In unserem Strompreisvergleich können Sie auch für Ihre Region nachsehen, welche Anbieter eventuell deutlich günstigere Angebote machen.

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