Für neue Kraftwerke und Zukäufe

Nachtrag: E.ON stockt Investitionen auf

Investieren will E.ON in naher Zukunft vor allem in neue Kraftwerke in Deutschland, Italien, Großbritannien und auch in den USA, in Strom- und Gasnetze sowie in weitere Zukäufe in Osteuropa. Finanziert werden sollen die Vorhaben vollständig aus dem operativen Überschuss. 18,7 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

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Düsseldorf (ddp/sm) - Die Düsseldorfer E.ON AG hat ihren mittelfristigen Investitionsplan deutlich aufgestockt. Insgesamt 18,7 Milliarden Euro genehmigte der Aufsichtsrat für die Zeit von 2005 bis 2007, wie das Unternehmen bereits am Freitag mitteilte. Im Dezember vorigen Jahres hatte die Drei-Jahres-Planung noch fast fünf Milliarden Euro geringere Ausgaben vorgesehen.

Investieren will E.ON in naher Zukunft vor allem in neue Kraftwerke in Deutschland, Italien, Großbritannien und auch in den USA, in Strom- und Gasnetze sowie in weitere Zukäufe in Osteuropa. Finanziert werden sollen die Vorhaben vollständig aus dem operativen Überschuss.

Mit 12,6 Milliarden Euro entfällt der überwiegende Teil der Investitionen in den kommenden drei Jahre auf Sachanlagen. 6,1 Milliarden Euro sind für Finanzanlagen vorgesehen. Der Vorstandsvorsitzende, Wulf H. Bernotat, bekräftigte zugleich das Interesse, sich stärker als bisher in der Gasförderung zu engagieren. Auch die Beteiligungen in Osteuropa sollen in den kommenden drei Jahren weiter ausgebaut werden.

Die "starke Finanzlage" eröffne Spielraum für weitere Wachstumsschritte, wenn diese strategisch sinnvoll und wertsteigernd seien, sagte Bernotat. Die strikten finanziellen Kriterien für Investments würden allerdings immer eingehalten. So habe E.ON beispielsweise das Interesse an einem griechischen Gasverteiler, verschiedenen Stromunternehmen in Polen und auch Projekten in Skandinavien wieder aufgegeben, weil diese nicht den eigenen Vorgaben entsprochen hätten.

Den größten Anteil an den Investitionen im Zeitraum von 2005 bis 2007 erhält mit 6,8 Milliarden Euro die Münchener Konzerntochter E.ON Energie AG, die auch für das deutsche Stromgeschäft und die Osteuropa-Aktivitäten zuständig ist. 5,9 Milliarden Euro sind dabei für Sachanlagen vorgesehen. In Deutschland ist unter anderem der Neubau eines Kohle- und eines Gaskraftwerks vorgesehen. Nach den Worten von Bernotat sind endgültige Standort-Entscheidungen noch nicht getroffen worden.

In Osteuropa ist die Aufstockung von Beteiligungen in der Slowakei, in Bulgarien und in Ungarn vorgesehen. Das von Ruhrgas geführte Gasgeschäft des Konzerns erhält in den kommenden drei Jahren Investitionsmittel von 4,3 Milliarden Euro. Davon sollen allein 1,4 Milliarden Euro in den Ausbau von Netzen und Speichern fließen. Daneben soll auch das so genannte Upstream-Engagement ausgebaut werden. E.ON hatte hierfür im vergangenen Sommer bereits Projekte mit der russischen Gazprom vereinbart. Die Gaspipeline durch die Ostsee sei bei den geplanten Investitionen aber noch nicht berücksichtigt, sagte Bernotat.

In Großbritannien will E.ON in den kommenden drei Jahren 2,8 Milliarden Euro aufwenden. Von dem Geld sollen unter anderem ein Gaskraftwerk am Standort Grain gebaut werden sowie Windkraft- und Biomasseanlagen. In Skandinavien plant E.ON Investitionen von 3,7 Milliarden Euro, wovon 2,2 Milliarden für die angestrebte Aufstockung der Anteile bei Sydkraft vorgesehen sind. In den US-Markt fließen in den kommenden drei Jahren 1,2 Milliarden Euro - unter anderem für die ersten Bauabschnitte des neuen Kohlekraftwerks Trimble County 2.