Verständnisproblem?

Nachtrag: E.ON/DSA-Vereinbarung einseitig zu Lasten der DSA

Während die DSA gestern mitteilte, E.ON hätte zugesichert, schnellstmöglich einen Datenabgleich durchzuführen, veröffentlichte E.ON heute eine andere Sicht der Dinge. Probleme im Zusammenhang mit einem Datenabgleich seien nicht Gegenstand des Vergleichs gewesen. Darin ging es um von der DSA nicht erbrachte Zahlungen.

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Wie das strom magazin gestern berichtete, haben sich der Hamburger Stromversorger DSA Deutsche Strom AG und die E.ON Netz GmbH über das weitere Vorgehen geeinigt. Während die DSA mitteilte, E.ON hätte zugesichert, den durch die DSA geforderten Abgleich der Kundendaten schnellstmöglich durchzuführen, ließ E.ON Netz heute durch ihre Anwälte mitteilen, dass angebliche Probleme im Zusammenhang mit einem von der DSA gewünschten Abgleich der Kundendaten in keiner Weise Gegenstand des Vergleiches gewesen sind.

Stattdessen seien ausschließlich von der DSA zu erbringende, teils weit überfällige, Zahlungen sowie die finanzielle Absicherung durch angemessene Sicherheitsleistungen Inhalt des Vergleiches. Die gesamten Verfahrenskosten mit Ausnahme der Kosten des Vergleiches (diese wurden gegeneinander aufgehoben) hätte die DSA zu tragen. Zudem sei E.ON Netz berechtigt die Netzdienstleistungen für die DSA einzustellen und deren Kunden in die Notversorgung zu überführen, wenn die vereinbarten Zahlungen nicht fristgerecht geleistet oder die Sicherheit nicht fristgerecht gestellt werden. Eine Zusage der E.ON Netz GmbH, wonach der von der DSA Deutsche Strom AG gewünschte Abgleich von Kundendaten schnellstmöglich durchgeführt werde, wurde im Rahmen des Gerichtsverfahrens nicht abgegeben, so die DSA-Anwälte.