Umweltzeichen

Nachhaltig heizen mit dem "Blauen Engel"

Wer mit Holz heizt und ein rundum gutes Gewissen haben möchte, sollte Produkte mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" verwenden, empfehlen Experten. Dann kann er sicher sein, dass die Holzbrennstoffe umweltschonend gewonnen, emissionsarm getrocknet und effizient genutzt werden.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Freiburg (dapd/red) - "Holzprodukte mit dem 'Blauen Engel' müssen aus einer nachweisbar nachhaltigen Forstwirtschaft stammen", erklärt Jens Gröger, Projektleiter am Freiberger Öko-Institut.

Der "Blaue Engel" wird nur an Holzbrennstoffe aus Wäldern vergeben, die mindestens den FSC-, PEFC- oder den Naturland-Kriterien entsprechen. Diese Siegel sind bereits seit vielen Jahren erfolgreich für Forstprodukte eingeführt. Ihre Kriterien werden nun erstmals auch auf Holzhackschnitzel und Pellets angewendet. Zusätzlich müssen Nachhaltigkeitsanforderungen zum Schutz arten- und kohlenstoffreicher Flächen eingehalten werden, die in der EU für Biokraftstoffe gelten.

Herkunft des Holzes wird lückenlos dokumentiert

Der "Blaue Engel" für Holzhackschnitzel und Pellets stellt zudem sicher, dass für ihre Herstellung nur Reststoffe aus Sägewerken, Holz schnell wachsender Bäume oder Hölzer mit einem Durchmesser von mehr als sieben Zentimeter aus kontinuierlich bewaldeten Flächen verwendet werden. Damit verbleiben dünnere Äste im Wald und sichern dessen biologische Vielfalt und den natürlichen Nährstoffkreislauf.

Um das Umweltzeichen zu erhalten, ist zudem der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln zur Ertragssteigerung im Wald verboten. Außerdem dürfen nur chemisch unbehandelte Hölzer zum Einsatz kommen. Der Hersteller ist verpflichtet, die Holzherkunft lückenlos zu dokumentieren.