Verstärktes Auslandsgeschäft

Nachfrage nach Solarmodulen geht in Deutschland zurück

Das Wachstum der deutschen Solarbranche erhält einem Medienbericht zufolge einen deutlichen Dämpfer. Erstmals würden in diesem Jahr weniger Solarstromanlagen installiert als im Vorjahr, berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf Berechnungen der Branchen-Fachzeitschrift Photon.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Während 2005 rund 850 Megawatt (MW) ans Netz gegangen seien, würden für dieses Jahr nur noch 600 MW erwartet. Verantwortlich für das gehemmte Wachstum seine die hohen Preise.

Nach Angaben des US-amerikanischen Beratungsunternehmens Navigant Consulting kostete ein Solar-Panel im Jahr 2003 durchschnittlich 3,14 Euro pro Watt; mittlerweile sind es 3,95 Euro - ein deutliches Plus von 26 Prozent. Ein ganzes Kilowatt inklusive Montage kostet Photon zufolge 5872 Euro; vor einem Jahr waren es noch sieben Prozent weniger.

Weil gleichzeitig die Vergütung über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sinkt, lohnt sich der Kauf einer Solaranlage immer weniger. Vor allem Landwirte, Hauptabnehmer der Branche, haben das erkannt: Bei der landwirtschaftlichen Rentenbank ging die Summe der im ersten Halbjahr 2006 vergebenen Kredite für Solaranlagen um zwei Drittel zurück.

Unterdessen hat der Solarkonzern SolarWorld AG weitere Exportverträge über die Lieferung von in Deutschland produzierten Solarsiliziumwafern abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben liegen der Tochtergesellschaft Deutsche Solar AG für den Zeitraum von 2007 bis 2018 feste Lieferverträge über ein Gesamtvolumen von mehr als 2,3 Milliarden Euro vor. Rund 70 Prozent der Aufträge stammen aus dem Ausland (vor allem China, Taiwan und USA). Diese Mitteilung des Unternehmens führte an der Börse bei SolarWorld-Aktien zu einem Zuwachs von 3,8 Prozent.

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