Positive Signale

Nach Emissionskompromiss: Horstmann erwartet zwei neue Steinkohle-Kraftwerke

Der nordrhein-westfälische Energieminister Axel Horstmann erwartet noch in diesem Jahr die Entscheidung über den Bau eines Steinkohle-Referenzkraftwerks neuer Bauart im Ruhrgebiet. Er vertraut nach der Eingung über die Ausgestaltung des Emissionshandels auf "positive Signale".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Für die nächsten Monate rechnet der nordrhein-westfälische Energieminister Axel Horstmann (SPD) mit Investitionsentscheidungen für neue, moderne Kohlekraftwerke. Nach der Einigung über die deutschen Klimaschutzbedingungen zwischen den Bundesministern Clement (SPD) und Trittin (Grüne) vertraut Horstmann auf positive Signale.

Die Entscheidung für zwei moderne Braunkohle-Kraftwerksblöcke werde "noch in diesem Jahr" fallen, sagte Horstmann der Tageszeitung "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass auch die Entscheidung über den Bau eines Steinkohle-Referenzkraftwerks neuer Bauart im Ruhrgebiet noch dieses Jahr fällt.

Der Minister hält sogar eine Entscheidung für ein zweites Kohlekraftwerk an der Ruhr noch 2004 für möglich. Kraftwerke der neuen Generation sparen nach seinen Worten 27 bis 30 Prozent Rohstoff und ebenso hohe Anteile der Emissionen ein. Innerhalb der nächsten zehn Jahre sei nun mit einem Kraftwerkerneuerungsprogramm in Nordrhein-Westfalen zu rechnen, das Investitionen von etwa zehn Milliarden Euro erfordere.