Störfall

Nach Abschaltung Schwelbrand in Turbine des AKW Brunsbüttel

Nach der Zwangsabschaltung des Kernkraftwerkes Brunsbüttel ist es dort zu einem Schwelbrand an der Turbine gekommen. Erst am Freitag wurde bekannt, dass Öl ausgetreten war und sich entzündet hatte. Trotzdem soll Brunsbüttel wieder recht schnell ans Netz können, im Gegensatz zu Krümmel.

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Kiel (ddp/sm) - Wie erst am Freitag bekannt wurde, war Öl ausgetreten und hatte sich entzündet. Durch diesen Vorfall habe jedoch keine Gefahr für den Reaktor bestanden, sagte TÜV-Nord-Experte Rudolf Wieland am Freitag in Kiel. Zweite Auffälligkeit beim Herunterfahren des AKW seien Risserweiterungen an Abdeckungen von Rohrleitungen gewesen.

Die für die Reaktoraufsicht zuständige schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) betonte, diese Auffälligkeiten "verweisen auf Alterungsprozesse, die Gefahrenpotenziale beinhalten". Trauernicht geht davon aus, dass der Reaktor Krümmel längere Zeit vom Netz bleiben wird. Brunsbüttel könne dagegen womöglich recht schnell wieder ans Netz gelangen. Zuvor müsse allerdings die Sicherheit nachgewiesen sein. Anderenfalls behalte sie sich atomrechtliche Anweisungen gegen den Betreiber vor, sagte Trauernicht.