NABU will friedliche Proteste gegen Atomtransporte

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Bei einem Meinungsaustausch über alle Fragen des Atomausstiegs und insbesondere der Entsorgung von Atommüll haben heute in Bonn NABU-Präsidiumsmitglied Simone Heitz und NABU-Atomexperte Frank Musiol gegenüber Bundesumweltminister Jürgen Trittin noch einmal betont, dass der NABU unter den derzeitigen Rahmenbedingungen keinesfalls Rücktransporte von Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague akzeptieren werde. "Wir werden uns jedem Transport von Atommüll widersetzen, der dazu führt, dass der ökologische Wahnsinn der Wiederaufarbeitung auch nur einen Tag verlängert wird", sagte Simone Heitz. Der NABU werde selbstverständlich zu friedlichen Protesten gegen die Transporte aufrufen und sich an ihnen beteiligen.


Für den NABU sei es selbstverständlich, auch im Konfliktfall mit der Bundesregierung über atompolitische Fragen im Gespräch zu bleiben. Es gebe aber keinerlei Anlass, die Bundesregierung bei der Umsetzung des mit der Atomindustrie ausgehandelten Kompromisses zu unterstützen. "Wir haben den Konsens nicht akzeptiert und werden dies auch zukünftig nicht tun", bekräftigte Frank Musiol. Gerade angesichts der völlig ungelösten Entsorgungsfrage bleibe es die Aufgabe von Umweltschützern, alles für das schnellstmögliche Ende der Atomenergienutzung zu tun. "So schnell wie möglich heißt viel schneller, als im sogenannten Atomkonsens festgelegt wurde", so Musiol abschließend.