Nabu unterstützt Trittin

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Als Schritt in die richtige Richtung hat der Naturschutzbund NABU den Vorschlag von Bundesumweltminister Jürgen Trittin bezeichnet, die Gesamtlaufzeit der Atommeiler gesetzlich auf 25 Jahre zu begrenzen. In einer Presseerklärung von gestern forderte der NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen Bundeskanzler Schröder und Wirtschaftsminister Müller auf, Trittin bei diesem Vorhaben zu unterstützen. "Die Chancen für einen Konsens würden erheblich steigen, wenn die Bundesregierung in dieser Frage an einem Strang zieht und der Atomindustrie klarmacht: Bis hierher und nicht weiter!" Jegliche Kritik würde das Ziel eines zügigen Atomausstiegs konterkarieren, so Billen.


In der Erklärung heißt es weiter: Die anvisierte Gesamtlaufzeit sei keinesfalls zu kurz gegriffen. "Angesichts der Meiler-Amortisationszeiten von 16 bis 17 Jahren sollte sogar die Begrenzung auf eine Gesamtlaufzeit von 20 Jahren ohne Schadenersatz möglich sein".


Der NABU gehe daher davon aus, dass der Atomausstieg innerhalb von zwei Legislaturperioden machbar sei. "Dies ist technisch möglich und ökologisch geboten", so Billen. Voraussetzung sei jedoch eine ambitionierte Energiepolitik, die die notwendigen gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine klimaverträgliche Energiewende schaffe. Neben kurzfristigen Ersatzkapazitäten in Form von effizienten Gas- und Dampfkraftwerken stünden mittelfristig insbesondere Maßnahmen zur Energieeinsparung und zum Ausbau verschiedener Formen der regenerativen Energienutzung im Vordergrund.


(ots)