"Kein Weg zurück!"

NABU startet Kampagne für erneuerbare Energien

Mit der "Kein Weg zurück"-Kampagne für erneuerbare Energien will der Naturschutzbund zeigen, dass es keinen Richtungswechsel in der Energiepolitik geben darf. Es soll deutlich gemacht werden, wie rückwärts gewandt eine Abkehr von erneuerbaren Energien hin zu Atomkraft und fossilen Energieträgern wäre.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Unter dem Motto 'Kein Weg zurück!' startet der Naturschutzbund NABU am morgigen Donnerstag eine bundesweite Kampagne für Erneuerbare Energien und gegen einen Richtungswechsel in der Energiepolitik. Zu diesem Zweck werden in mehr als 3000 Kneipen in 15 deutschen Metropolen - von Hamburg über Leipzig bis München - kostenfreie Postkarten ausgelegt. Motive, die so gar nichts mit dem Thema zu tun haben, sollen deutlich machen, wie rückwärtsgewandt eine Abkehr von Erneuerbaren Energien wäre. Ob Elfmeter oder Einschulung - irgendwann wird klar, dass es keinen Weg zurück gibt, meint der NABU.

"In Zeiten, in denen ökologisch wegweisende Entscheidungen wie die Energiewende in Frage gestellt werden, ist es wichtig Zeichen zu setzen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Botschaft sei klar: Kein Cent weniger für Erneuerbare Energien - kein Tag mehr für Atomkraftwerke. In der Kampagne gehe es aber nicht nur um die Frage, ob etwa Windenergie mehr oder weniger gefördert werden soll. Mit der Aktion sollen vor allem auch diejenigen erreicht werden, die sich bisher wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt haben.

"Energiepolitisch ist in den vergangenen Jahren eine Richtungsentscheidung getroffen worden: Weg von der Atomkraft und fossilen Energieträgern, hin zu Effizienz und Erneuerbaren Energien. Das hat unserem Land auch einen Innovationsschub gegeben, von dem es keinen Weg zurück geben darf", so Tschimpke. Wer hingegen über Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke und Kürzungen bei den Erneuerbaren rede, lasse Deutschland in die energiepolitische Steinzeit zurückfallen.

Der NABU werde sich daher verstärkt in die aktuelle Debatte über die Richtung in der Energiepolitik einmischen. Dazu beitragen werden auch die zahlreichen Orts- und Kreisgruppen des NABU, welche die Kampagne auf regionaler Ebene unterstützen.