Weitere Maßnahmen gefordert

NABU kritisiert Ergebnisse des G8-Umweltministertreffens

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat die Ergebnisse des G8-Umweltministertreffens als unzureichend kritisiert, da kein klares Klimaschutzkonzept vereinbart wurde. Um beim G8-Gipfel in Heiligendamm glaubwürdig aufzutreten, solle sich Deutschland zu einer CO2-Reduktion von 40 Prozent verpflichten.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - "Allein die Anerkennung der internationalen Klimaforschung seitens der G8-Länder reicht keinesfalls aus, um den Umweltminister-Gipfel als Erfolg zu werten", sagte Olaf Tschimpke, Präsident des NABU. Das G8-Umweltministertreffen hätte gezeigt, dass eine Einigung auf den kleinsten gemeinsamen Umwelt-Nenner kein Rezept zur Lösung der globalen Klimagefahren sein könne. "Es ist zwar richtig, dass es weltweiter Anstrengungen gegen den Klimawandel als einer globalen Menschheitsbedrohung bedarf", so der NABU-Präsident. Globale Strategien fielen jedoch erfahrungsgemäß unzureichend aus. Umso notwendiger sei es daher, in Deutschland und europaweit mit ambitionierten Klimaschutzzielen und Anstrengungen zum Ausbau erneuerbarer Energien voranzuschreiten.

Um glaubwürdig und selbstbewusst bis zum Gipfel in Heiligendamm bei den Partnern auf Klima-Werbefeldzug zu gehen, müsse sich das G8-Gastgeberland Deutschland nun ohne Wenn und Aber zu einem CO2-Reduktionsziel von -40 Prozent bis 2020 verpflichten, so Tschimpke. So seien zum Beispiel Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes der Pkw-Flotte bislang nicht im notwendigen Umfang erfolgt.