Mehr Klimaschutz gefordert

NABU demonstriert gegen Kohlekraftwerke von Vattenfall & Co.

200 NABU-Delegierte haben zum Auftakt der Bundesvertreterversammlung am Samstag in Hamburg für mehr Klimaschutz demonstriert. Sie forderten Vattenfall stellvertretend für die vier großen Energiekonzerne auf, keine Kohlekraftwerke mehr zu bauen und stärker in Erneuerbare Energien zu investieren.

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Hamburg (red) - Die NABU-Vertreter schichteten volle Kohlesäcke vor der Vattenfall-Filiale in der Spitalerstraße auf. "Mit dieser Aktion fordern wir nicht nur Vattenfall, sondern auch die drei anderen großen Stromerzeuger E.ON, EnBW und RWE auf, endlich den Klimaschutz ernst zu nehmen und auf die geplanten Kohlekraftwerke in Deutschland zu verzichten", erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Kundgebung. An die vier Stromriesen gerichtet sagte er: "Die Kohlensäcke bringen wir Euch aus allen Bundesländern mit. Wir wollen Euren Klimadreck nicht!"

Der NABU-Landesvorsitzende Rolf Bonkwald kritisierte Vattenfall für den geplanten Bau eines 1.600-Megawatt-Steinkohlekraftwerkes in Hamburg-Moorburg: Angesichts des Klimawandels seien Kraftwerke "mit einem Wirkungsgrad von nur 50 Prozent nicht verantwortbar". Das vom Hamburger Senat vorgelegte Klimaschutzprogramm wäre mit dem Kohlekraftwerk in Moorburg hinfällig. "Damit würden die Kohlendioxid-Emissionen Hamburgs um 40 Prozent zunehmen", so Bonkwald weiter.

Alternativen zur Kohle gebe es längst, "beispielsweise hocheffiziente Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung oder die Erneuerbaren Energien", so Tschimpke. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, verteilten die NABU-Delegierten in der Fußgängerzone der Spitalerstraße Flugblätter an die Passanten, auf denen der NABU zum Wechsel des Stromanbieters aufruft. "Wer jetzt seinen Stromvertrag mit den konventionellen Stromerzeugern kündigt und zu einem Ökostrom-Anbieter wechselt, leistet ganz konkret einen Beitrag zum Klimaschutz", so der NABU-Präsident.