Für die Sicherheit

N-ERGIE übergibt Freileitungspläne an Flugrettungsdienst HDM

Künftig finden die Piloten des Intensivtransporthubschraubers "Christoph Nürnberg" auf ihren Orientierungskarten die Freileitungen eingezeichnet. Dazu hat der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE jetzt seine Freileitungspläne übergeben. Allein in Bayern hat Christoph Nürnberg im vergangenen Jahr über 300 Einsätze in der Nacht geflogen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Nachteinsätze in der Flugrettung sind bedeutend anspruchsvoller als Flugrettungseinsätze bei Tag, denn Hindernisse, wie Telefon- und Freileitungen, sind nachts bei der Landung kaum zu erkennen. Aus diesem Grund hat Werner Juling, Vorstandsmitglied des Nürnberger Energieversorgers N-ERGIE AG, die Freileitungspläne der N-ERGIE an HDM Flugservice GmbH, dem Betreiber des Intensivtransporthubschraubers "Christoph Nürnberg" übergeben.

HDM ist der einzige Flugrettungsdienst, der auch Nachteinsätze in der Notfallrettung fliegt. Künftig finden die Piloten auf ihren Orientierungskarten die Freileitungen eingezeichnet. "Von fünf Luftrettungszentren aus sind wir mit unseren fliegenden Intensivstationen im gesamten Bundesgebiet nachts im Einsatz. Allein in Bayern hat Christoph Nürnberg im vergangenen Jahr über 300 Einsätze in der Nacht geflogen. Die Freileitungspläne der N-ERGIE bedeuten eine ernorme Steigerung der Flugsicherheit", erläutert HDM-Geschäftsführer Thomas Münsterer.

95 Prozent der 0,4-kV-Leitungen, also den Niederspannungsleitungen, über die Privathaushalte und Gewerbekunden versorgt werden, sind im Netzgebiet der N-ERGIE verkabelt. Auch im Mittelspannungsbereich wird die N-ERGIE langfristig die 20-kV-Freileitungen in bestimmten Gebieten Schritt für Schritt durch Erdkabel ersetzen. Derzeit sind mit 2637 Kilometer bereits gut ein Drittel aller 20-kV-Leitungen im Netzgebiet verkabelt. Das Hochspannungsnetz im Netzgebiet der N-ERGIE ist 1476 Kilometer lang. Die 110-kV-Leitungen, die den Strom über die weiten Strecken zwischen den Umspannwerken in der Region und im städtischen Randbereich transportieren, werden auch weiterhin unter Kostenaspekten aber auch aus systemtechnischen Gründen Freileitungen bleiben.