Generalüberholt

N-ERGIE nimmt neue Turbine für Flusskraftwerk in Betrieb

Um eine Turbine mit Wasserkraft antreiben zu können, benötigt man einen Höhenunterschied zwischen Oberwasser und Unterwasser. In Hammer an der Pegnitz beträgt der Unterschied zwischen 2,80 und 3,00 Höhenmeter. Jede der beiden Turbinen in Hammer hat ein "Schluckvermögen" von 6500 Liter pro Sekunde.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Der Nürnberger Energieversorger N-ERGIE AG hat gestern im Flusskraftwerk Hammer die generalüberholte zweite Turbine mit einem neuen Generator in Betrieb genommen. Werner Juling, N-ERGIE-Vorstandsmitglied, stellte die neue Energieerzeugungsanlage in der idyllischen Gegend entlang der Pegnitz vor.

Das Flusskraftwerk Hammer produziert jährlich etwa 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom. Damit können über 430 Drei-Personen-Haushalte ein ganzes Jahr mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Die Modernisierung kostete knapp 89 000 Euro, die Geschichte des Kraftwerks begann schon 1894 mit einer Jonval-Turbine mit Einphasengenerator. Die Stauhaltung erfolgte damals über ein schräg im Fluss liegendes Streichwehr.

Um eine Turbine mit Wasserkraft antreiben zu können, benötigt man einen Höhenunterschied zwischen Oberwasser (vor dem Wehr) und Unterwasser (nach dem Wehr). In Hammer beträgt der Unterschied zwischen 2,80 und 3,00 Höhenmeter. Jede der beiden Turbinen in Hammer hat ein "Schluckvermögen" von 6500 Liter pro Sekunde. So können pro Sekunde 13 000 Liter Wasser durch die Turbinenschaufeln fließen und die beiden Generatoren antreiben.

"Im Netzgebiet der N-ERGIE sind die Energieträger aus erneuerbaren Energien breiter gestreut. So leisten die Wasserkraft 47,0 Prozent, die Biomasse 26,5 Prozent, die Windkraft 18,9 Prozent, das Deponiegas 4,1 Prozent und die Photovoltaik 3,5 Prozent", erläuterte Juling die Strategie seines Unternehmens.