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N-ERGIE: HKW Sandreuth erhält moderne GuD-Technologie

Für 89 Millionen Euro wird das N-ERGIE Heizkraftwerk Sandreuth von Kohlebefeuerung auf Erdgas umgestellt. Die Modernisierung führt durch die GuD-Technologie zu einer weiteren Verbesserung der Brennstoffausnutzung und damit zu einer Minderung der Emissionen. So werden im Jahr etwa 140 000 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Aufsichtsrat der N-ERGIE Aktiengesellschaft hat beschlossen, das Heizkraftwerk (HKW) Sandreuth von Kohlefeuerung auf Erdgas umzustellen und mit einer Gas und Dampf (GuD) Technologie auszustatten. Die Modernisierung sieht vor, dass das Prinzip des bisherigen Heizkraftwerkes, die gleichzeitige Strom- und Wärmegewinnung, weiterhin bestehen bleibt.

Nach dem derzeitigen Zeitplan erfolgt der Baubeginn im Mai 2003. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2005 vorgesehen. Zur Heizperiode 2005/2006 soll die neue GuD-Anlage Sandreuth den Dauerbetrieb aufgenommen haben. Weitere wirtschaftliche Gründe für die Modernisierung des Heizkraftwerkes sind zum einen die höheren Erlöse durch die Verdoppelung der Stromerzeugung. Zum Anderen verringert sich der Aufwand für Betrieb und Instandhaltung einer GuD-Anlage im Gegensatz zu einem kohlebetriebenen Kraftwerk. Das Investitionsvolumen für die Umrüstung beträgt rund 89 Millionen Euro. In diesen Investitionen sind neben den reinen Umbaumaßnahmen im Heizkraftwerk auch die versorgungstechnische Einbindung an das Strom-Hochspannungsnetz (110 kV) mit Schaltanlage und Trafostation sowie die Anbindung an das Gas-Hochdrucknetz beinhaltet. Für die Installation der beiden Gasturbinen und der Abhitzekessel mit den notwendigen Nebenanlagen wird an das bestehende HKW ein Gebäude angebaut, das architektonisch der Umgebung angepasst wird. Die Modernisierung führt durch die GuD-Technologie zu einer weiteren Verbesserung der Brennstoffausnutzung und damit zu einer Minderung der Emissionen. So werden im Jahr etwa 140 000 Tonnen Kohlendioxid und nahezu 200 Tonnen Schwefeldioxid weniger ausgestoßen.