Strom- und Heizkosten gesenkt

N-ERGIE: Heizanlage als Pilotprojekt gestartet

Im mittelfränkischen Pommelsbrunn nahmen jetzt der erste Bürgermeister, Werner Oberleitner, und N-ERGIE Vorstandsmitglied Dirk Fieml im Schulhaus eine neue Heizungsanlage in Betrieb, die Energieliefer-Contracting mit zusätzlichen Energieeinspar-Maßnahmen kombiniert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Mit der neuen Anlage werden das Schulhaus mit Turnhalle sowie der Kindergarten von Pommelsbrunn beheizt. Das System soll nach Angaben des Energieversorgers 34 Prozent des bisherigen Wärmeverbrauchs und 14 Prozent des bisherigen Stromverbrauchs einsparen. Die N-ERGIE Aktiengesellschaft übernimmt im Rahmen eines Contracting die Investitionskosten von rund 350.000 Euro für die Laufzeit von 20 Jahren.

Das Contracting sieht vor, dass die N-ERGIE gegen einen vereinbarten Grund- und Arbeitspreis die Investitionskosten, das unternehmerische Risiko, die regelmäßige Wartung und die Störungsbehebung der Heizungsanlage übernimmt, so das Unternehmen. Dieses Modell sei in Deutschland einzigartig, weil reines Einsparcontracting bisher nur für größere Energieverbraucher wirtschaftlich umsetzbar sei.

In Pommelsbrunn erfolgte der Austausch der Heizungsanlage in einem ganzheitlichen Ansatz kombiniert mit energiesparenden drehzahlengeregelten Pumpen und Ventilatoren, einer Einzelraumregelung mit neuer Mess-, Steuer- Regel- und Leittechnik sowie mit einem neuen Beleuchtungssystem für die Schule. "Dadurch ist die Energieeinsparung für die Gemeinde deutlich größer als bei einem konventionellen Energieliefer-Contracting. Dies hat uns angesichts steigender Energiepreise überzeugt", erklärte Bürgermeister Oberleiter. "Die Gemeinde erhält die neueste Technik ohne Vorfinanzierung und kann für die nächsten 20 Jahre mit festen Kosten kalkulieren. Mehr Sicherheit können wir uns nicht wünschen." Während der ersten Heizperiode wird ein von der N-ERGIE eingesetzter Ingenieur ein halbes Jahr lang die Anlage einregeln, damit sie das höchstmögliche Einsparpotenzial erzielt.

Die bisherige Ölheizungsanlage der Grundschule und des Kindergartens war 30 Jahre alt und zudem mit 500 Kilowatt Leistung überdimensioniert. Die von einem örtlichen Heizungsbauer erstellte neue Hackschnitzelanlage verfügt über eine für die Gebäudegröße optimale Kesselleistung von 300 Kilowatt. Damit reduziert sich der Kohlendioxidausstoß gegenüber der bisherigen Ölheizung um 87 Prozent oder 160 Tonnen, so N-ERGIE. Das Waldrestholz stammt aus der Region von der ForstServiceGesellschaft Nürnberger Land mbH. Aus ökologischen Gründen wird kein Grünschnitt verwertet, da dieser wesentlich mehr Asche bildet als trockenes Waldrestholz. Eine Wirbelkammer in der Heizungsanlage sorgt zusätzlich dafür, dass Staub abgelagert wird.

Neben der Erneuerung des Heizungssystems werden Unternehmensangaben zufolge im Rahmen des Contractings auch alle elektrischen Anlagen des Schulgebäudes optimiert. Ziel dabei war es, Energie einzusparen ohne auf Komfort zu verzichten. Der Austausch der bisherigen Schulbeleuchtung durch moderne Leuchtstofflampen, eine über Außenlicht und Bewegungssensor gesteuerte Turnhallenbeleuchtung sowie weitere Maßnahmen werden den bisherigen Stromverbrauch um 14 Prozent reduzieren.

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