Umgang mit Strom

N-ERGIE gibt Tipps: Was tun bei Stromausfall?

Statistisch gesehen muss jeder Deutsche jährlich etwa 15 Minuten Stromausfall überbrücken. Das ist verglichen mit anderen europäischen Ländern nicht sehr viel. Und dennoch verbreitet sich Unbehagen, wenn die Lichter ausgehen. Was tun bei Stromausfall?

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Nürnberg (red) - Gerade war die Wohnung noch hell erleuchtet, Musik im Fernsehen und plötzlich ist alles dunkel und still: §in Stromausfall. Statistisch gesehen muss jeder Deutsche 15 Minuten pro Jahr ohne Strom auskommen. In Skandinavien oder Italien liegt die durchschnittliche Ausfallsquote dagegen bei zwei bis drei Stunden. Um den hohen Standard der Versorgungsqualität in Deutschland aufrecht zu erhalten, wurden zwischen 1991 und 2001 insgesamt knapp 34 Milliarden Euro in die Modernisierung und Instandhaltung der Netze investiert.

Was tun, wenn das Licht ausgeht?

Bei einem Stromausfall sollten zunächst alle elektrischen Geräte, die vor dem Ausfall in Betrieb waren, abgeschaltet werden. Sind andere Wohnungen ebenfalls betroffen, liegt die Ursache für den Ausfall wahrscheinlich beim Stromversorger. Dieser sollte dann umgehend informiert werden. In Nürnberg gelten folgende Telefonnummern: 0180-2713538 oder 0911-264370. Ist nur der eigene Haushalt ohne Strom, sollte man die Sicherungen im Stromverteilerkasten überprüfen.

Viele Haushalte verfügen neben den herkömmlichen Sicherungen auch über sogenannte Fehlerstrom-Schutzschalter, auch FI-Schutzschalter genannt. Diese schalten, ähnlich wie Sicherungen, den überwachten Stromkreis ab, sobald ein Fehlerstrom vorliegt, d. h. sobald Kontakt zwischen aktiven Teilen des elektrischen Geräts und geerdeten Teilen besteht. In ländlichen Gegenden sind Haushalte in der Regel mit Fehlerstrom-Schutzschaltern ausgestattet. In Stadtnetzen arbeitet man dagegen mit dem Schutzsystem der sogenannten Nullung. Hier bieten nachgerüstete FI-Schutzschalter zusätzliche Sicherheit. Besonders in feuchten Räumen wie dem Bad sind Schutzschalter sinnvoll. Auch einzelne Steckdosen können durch FI-Schutzschalter gesichert werden, zum Beispiel im Kinderzimmer oder bei Außensteckdosen. FI-Schutzschalter finden sich im Stromverteiler bei den Sicherungen. Ihre Funktion sollte regelmäßig kontrolliert werden, indem der Testschalter betätigt wird.

Nach einem Stromausfall können eventuell ausgelöste Sicherungen und Schutzschalter wieder eingeschaltet werden. Ist die Stromversorgung wieder hergestellt, sollte man die vorher aktiven elektrischen Geräte einzeln einschalten und beobachten, ob bzw. wann die Sicherung wieder reagiert. So lässt sich ein eventuell defektes Gerät finden, das den Ausfall verursacht haben könnte. Ist die Quelle der Störung mit einfachen Mitteln nicht feststellbar, sollte ein Elektroinstallateur gefragt werden.

Sicherer Umgang mit Strom

Defekte Kabel, Stecker oder Sicherungen sollten vom Elektro-Fachmann repariert werden. Stecker nie am Kabel aus der Steckdose ziehen, sondern am Stecker selbst. Kabel nicht knicken oder zu straff aufwickeln und Elektrogeräte nicht auf Badewannen- oder Waschbeckenrand stellen. Vor der Anschaffung von Geräten über 2000 Watt sollten die Anschlussmöglichkeiten überprüft werden. Das geht mit Hilfe des E-Checks bei bundesweit etwas 12 000 Elektrofachbetrieben.