Hilfe zur Selbsthilfe

N-Ergie: Energieberatungsprojekt erfolgreich gestartet

Unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" ging das von N-Ergie unterstützte Energieberatungsprojekt für Hilfeempfänger und Geringverdiener im Januar 2008 an den Start. Bei vielen der in der Pilotphase beratenen Haushalte bestehe ein großes Einsparpotential, das Interesse der bislang erreichten Haushalte sei groß.

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Nürnberg (red) - Für einkommensschwache Haushalte ist das Thema Energieeffizienz angesichts steigender Energiekosten von großer Bedeutung. Das Energieberatungsprojekt habe daher das Ziel, durch individuelle Beratung im Haushalt das Verbrauchsverhalten nachhaltig zu verbessern, erläutert der Nürnberger Versorger N-Ergie.

Das Projekt wird vom Sozialamt der Stadt Nürnberg durchgeführt und unter anderem von der N-Ergie AG unterstützt. In der Pilotphase wurden in 60 Haushalten Erstberatungen sowie in 17 Haushalten Folgeberatungen durchgeführt. 17 Prozent dieser Haushalte drücken Energieschulden. Außerdem lagen bei der Mehrzahl der Haushalte die Stromverbrauch mit jährlich 6.000 kWh für einen Vierpersonenhaushalt deutlich über dem Durchschnitt.

Ziel der Beratung ist es, den Verbrauch auf den für diese Familiengröße durchschnittlichen Wert von 4.500 kWh zu senken. Für 80 Prozent der Haushalte diagnostizierten die Energieberater Einsparpotenzial bei der Nutzung von Haushaltsgeräten oder Unterhaltungselektronik. 60 Prozent könnten durch ein geändertes Lüftungsverhalten oder bei der Beleuchtung Energie sparen. Die Hälfte der Haushalte verschwendet Energie durch zu hohe Raumtemperaturen oder verstellt die Heizkörper mit Möbeln. Der Beratungsbedarf sei also hoch, daher freut sich Projektkoordinatorin Gundula Blaszyk über das ernsthafte Interesse der bislang erreichten Haushalte.

Im Rahmen des Projektes analysieren Energieberater die Ausstattung der Wohnung von den Beleuchtungskörpern über Elektrogeräte bis hin zu den Wärmeverbrauchern. Auch das Verbrauchsverhalten wird zunächst erhoben: Wie lange bleiben die Fenster gekippt? Wie häufig und für wie lange ist der Heizstrahler oder der Fernseher in Betrieb? Auf dieser Grundlage beraten die Experten dann, wo Energieeffizienz gewonnen sowie Strom- und Heizkosten eingespart werden können. Die Nachhaltigkeit der Beratung werde durch wiederholte Folgeberatungen sichergestellt, in denen die Haushalte bei ihren Bemühungen weiter unterstützt und der Einsparerfolg gemessen wird.