Bilanz

MVV: Umsatz wächst auf über zwei Milliarden Euro

Der börsennotierte Mannheimer Stadtwerkekonzern MVV Energie hat auf seiner Jahres-Bilanz-Pressekonferenz für das abgelaufene Geschäftsjahr ein profitables Wachstum vorgestellt. Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent von 1,96 auf 2,28 Milliarden Euro.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Mannheim (red) - Wie das Unternehmen weiter mitteilt, wurde das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent auf 201 Millionen Euro gesteigert und damit das gesetzte Ziel übertroffen. Der Jahresüberschuss nach Fremdanteilen lag bei 50 Millionen Euro, nach 28 Millionen Euro im Vorjahr.

Im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 will das Unternehmen ein operatives Ergebnis (EBIT) von 220 Millionen Euro und einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro erreichen.

Die wichtigsten Ursachen für die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung sieht Vorstandschef Rudolf Schulten in der Umsetzung der laufenden Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramme, in den Vertriebserfolgen in den Kerngeschäftsfeldern und in der "überaus positiven Entwicklung unserer Wachstumsbereiche Umwelt und Energiedienstleistungen". In diesem Segment nannte er die Inbetriebnahme der neuen Müllverbrennungsanlage in Leuna sowie die höheren Umsätze aus vermehrten Müllanlieferungen und die daraus resultierende bessere Auslastung der Anlagen. Darüber hinaus wirkten sich die deutlich gestiegenen Gewerbemüllpreise für die Bilanz positiv aus. Die Entsorgungspreise für kommunale Müllmengen hingegen seien – auch in der Metropolregion Rhein-Neckar – unverändert geblieben.

Als Beispiele für den Bereich Energiedienstleistungen nannte Schulten die Übernahme der Versorgungs- und Infrastrukturleistungen für den Industriepark Gersthofen bei Augsburg und den Bau eines Industriekraftwerks, das ab Mitte 2008 den Produktionsstandort Korbach der Continental AG mit Prozessdampf und Strom versorgen werde. Ein weiterer "Meilenstein" sei der Erwerb der IVB Immobilien Versorgung GmbH Berlin sowie die Etablierung des Joint-Ventures e:duo GmbH mit dem Heizkostenabrechnungsunternehmen ista.

Schulten äußerte die Erwartung, dass Unbundling, Regulierung und mögliche weitere gesetzliche Vorgaben die bestehenden Strukturen der deutschen Energiewirtschaft sehr stark verändern und die Notwendigkeit von Unternehmenszusammenschlüssen und Kooperationen deutlich steigern werden. Das gelte insbesondere auch für zahlreiche Stadtwerke, die infolge der durch die Netzregulierung verursachten Ertragseinbußen in der Strom- und Gasverteilung Kooperationschancen suchen werden.

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung im März eine Anhebung der Dividende um fünf Cent auf 0,80 Euro je Aktie vor.

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