Dreivierteljahreszahlen

MVV: Milder Winter belastet Ergebnis um 33 Millionen Euro

Die MVV Energie AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz zwar um drei Prozent gesteigert, das operative Ergebnis liegt mit 205 Millionen Euro jedoch um 33 Millionen Euro unter dem Vorjahr. Grund sei der niedrige Fernwärme- und Gasabsatz aufgrund des warmen Winters.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Der warme Winter habe das Unternehmen im Dreivierteljahr 2006/07 unter dem Strich beim EBIT insgesamt gut 33 Millionen Euro gekostet, so MVV-Vorstand Dr. Rudolf Schulten. Weiter wurde das Ergebnis durch Personalrückstellungen in Kiel, Mannheim und Solingen um weitere 13 Millionen Euro belastet, was aber in den kommenden Jahren zu nennenswerten Kostensenkungen führen sollen.

Ein Großteil der dieser Belastungen werde jedoch durch positive Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen ausgeglichen, jedoch gehe man davon aus, dass das Ergebnis vom erfolgreichen Geschäftsjahr 2005/06 "nicht ganz erreicht" wird. Konkrete Umsatz- und Ergebnisziele nennt das Unternehmen aufgrund der für September angekündigten Kapitalerhöhung nicht.

Im Dreivierteljahresvergleich gingen die Absatzmengen in den Segmenten Wärme und Gas um jeweils rund 20 Prozent zurück. Die operativen Ergebnisse sanken beim Gas auf 18 Millionen Euro (Vorjahr 51 Millionen Euro) und bei Wärme auf 58 gegenüber 73 Millionen Euro im Vorjahr. Positiv entwickelte sich dagegen das Stromsegment, bei dem der Absatz im bundesweiten Stromgeschäft um 25 Prozent, der Umsatz um 17 Prozent und das EBIT um 24 Prozent auf 47 Millionen Euro (Vorjahr 38 Millionen Euro) gesteigert werden konnten.

Im Dienstleistungsmarkt konnte der Umsatz in den zurückliegenden neun Monaten um 90 Prozent auf 186 Millionen Euro gesteigert und das EBIT auf 14 Millionen Euro verdoppelt werden. Das Umweltsegment trage mit einem EBIT von 56 Millionen Euro bereits 27 Prozent des operativen Dreivierteljahres-Ergebnisses der MVV.