Geheimnisverrat?

MVV: Führungskrise noch nicht behoben

Auf einer gestrigen Krisensitzung befasste sich der Aufsichtsrat der MVV Energie AG erneut mit der Weitergabe von vertraulichen Informationen aus Vorstandskreisen an die Medien. Das Gremium verzichtetete jedoch darauf, Anzeige wegen Geheimnisverrates zu erstatten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Stuttgart/ Düsseldorf (red) - Nach Unternehmensangaben sind wiederholt sind nicht nur in jüngster Zeit vertrauliche Informationen aus Vorlagen an den Aufsichtsrat nach außen gedrungen. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtet, sollen die Vorgänge "personelle Konsequenzen" haben, über die in einer weiteren Sitzung beraten wird. Aus "formalrechtlichen Gründen" war hierüber eine Entscheidung nicht möglich, so eine Unternehmensmitteilung. MVV wollte sich nicht äußern, gegen welchen Vorstand sich die Vorwürfe richteten.

Das Verhältnis zwischen Vertriebsvorstand Karl-Heinz Trautmann und Vorstandschef Rudolf Schulten gilt seit längerem als getrübt, so das Handelsblatt. Hintergrund ist möglicherweise unter anderem die Kandidatur Trautmanns für den Vorstandsposten vor drei Jahren.

Der Stadtwerkeverbund ist nach eigenen Angaben fünftgrößter deutscher Energieversorger. Die Stadt Mannheim ist zur zeit mit 66 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, wobei sich dieser Anteil durch eine bereits genehmigte Kapitalerhöhung des Unternehmens im Jahr 2007 um etwa zehn Prozent reduzieren wird.

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