Effizienzsteigerungsprogramm

MVV Energie will jährlich 28 Millionen Euro einsparen

Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie will mit seinem kürzlich gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm "Fokus" bis zum Geschäftsjahr 2007/08 eine Senkung der jährlichen Verwaltungskosten von bis zu 28 Millionen Euro erreichen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Mannheim (red) - Dieses Ziel erläuterte der Vorstandsvorsitzende des im SDAX notierten Unternehmens, Dr. Rudolf Schulten, heute in Mannheim. Dies sei zur Erhaltung und Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit im liberalisierten Energiemarkt unabdingbar.

Parallel zu dem mit der gerade neu ausgerichteten Konzernstrategie angestrebten profitablen Wachstum in den Kerngeschäftsfeldern Strom, Gas, Wärme und Wasser sowie in den Wachstumsfeldern Energiedienstleistungen und Umwelt werde MVV Energie daher die interne Kostenstruktur mit dem Effizienzsteigerungsprogramm deutlich verbessern. Dr. Rudolf Schulten: "Wir wollen mit Fokus für unsere Anteilseigner die Profitabilität stärken, für unsere Kunden auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Energieversorgung zu attraktiven und marktgerechten Preisen sicherstellen und damit für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig sichere Arbeitsplätze anbieten."

Im Mittelpunkt des Effizienzsteigerungsprogramms stehen Maßnahmen zur direkten Kostensenkung in allen Verwaltungseinheiten des Unternehmens. Als Beispiele nannte Dr. Schulten Einsparungen in den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Informationstechnologie, Personalverwaltung, Controlling, Haus- und Immobilienverwaltung, Einkauf sowie Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Dienstreisen. Dazu wird das Unternehmen in den kommenden drei Jahren auch knapp 200 der derzeit knapp 1800 Arbeitsplätze in der Mannheimer Konzernzentrale abbauen. Dies sei sozialverträglich durch Alterszeitregelungen, durch die Nichtbesetzung freiwerdender Stellen, durch Auflösungsverträge sowie durch interne Umsetzungen erreichbar.

Ohnehin gelte bis September 2007 ein vertraglich vereinbarter Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Dr. Rudolf Schulten: "Wir wollen in dem schärfer werdenden Wettbewerb unsere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit sichern. Dazu müssen wir uns frühzeitig auf die Zukunft vorbereiten und aufstellen."