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MVV Energie weiht Biomassekraftwerk in Brandenburg ein

Der Holzbedarf des neuen Kraftwerks liegt bei jährlich 120 000 Tonnen. Dabei vermeidet die Anlage pro Jahr einen Ausstoß von 120 000 Tonnen Kohlendioxid bei einem Wirkungsgrad von über 35 Prozent. Im Kraftwerk sowie im Zulieferbereich schafft die Anlage im brandenburgischen Königs Wusterhausen knapp 60 neue Arbeitsplätze.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Die Mannheimer MVV Energie wird noch in diesem Jahr gemeinsam mit Partnern drei Biomassekraftwerke mit einem Investitionsvolumen von über 150 Millionen Euro ans Stromnetz anschließen. Die Bauarbeiten der drei Anlagen mit einer jeweiligen elektrischen Leistung von bis zu 20 Megawatt sind bereits fast abgeschlossen.

Nachdem Ende September in Mannheim bereits das erste Kraftwerk in Betrieb gegangen ist, konnte heute das neue Biomasse-Kraftwerk im Nordhafen der brandenburgischen Stadt Königs Wusterhausen feierlich eingeweiht werden. Das dritte Kraftwerk entsteht derzeit in Flörsheim-Wicker zwischen Wiesbaden und Frankfurt.

In Königs Wusterhausen ist mit einer Gesamtinvestitionssumme von etwa 55 Millionen Euro das zur Zeit technisch fortschrittlichste und umweltfreundlichste Biomasse-Kraftwerk Europas in dieser Leistungsklasse mit einem Wirkungsgrad von über 35 Prozent entstanden. In der Anlage werden jährlich fast 160 Millionen Kilowattstunden Strom und damit der Bedarf für 55 000 Haushalte erzeugt. Nach den Worten von MVV-Chef Dr. Schulten wäre der Bau des Kraftwerkes ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht möglich gewesen. "Das EEG ist damit ein wichtiges und erfolgreiches Instrument für Investitionen in erneuerbare Energien." Daher spreche sich die MVV Energie Gruppe auch ohne Einschnitte für einen Fortbestand des EEG aus. Hingegen seien Verbesserungen bei der Vergütung für naturbelassene Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft erforderlich, so dass gerade diese Biomasse mit einem enormen Potenzial erschlossen werden könne.