Rückkauf nach drei Jahren

MVV Energie verkauft tschechisches Tochterunternehmen

Auch nach dem erfolgten Rückkauf der Anteile an dem tschechischen Fernwärmeunternehmen durch die Stadt Brünn will sich die Mannheimer MVV Energie AG weiter in dem osteuropäischen Land engagieren. Der Verkaufspreis des Tochterunternehmens Teplarny Brno lag bei 39,7 Millionen Euro und wurde von MVV Energie als fair bezeichnet.

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Brünn/Mannheim (red) - Der Mannheimer Energiedienstleister MVV Energie will sich auch in den kommenden Jahren im tschechischen Fernwärmemarkt engagieren. "Die Tschechische Republik ist für uns ein wichtiger Markt, in dem wir unser Know-how bei der Fernwärmeversorgung weiter einbringen wollen", betonte das auch für die Auslandsbeteiligungen der MVV-Gruppe zuständige Vorstandsmitglied, Dr. Werner Dub, am Donnerstag im tschechischen Brünn.

In der nach Prag zweitgrößten Stadt des Landes unterzeichnete er einen Vertrag, mit dem die Stadt Brünn auf eigenen Wunsch die im Jahr 2001 durch MVV Energie erworbenen Anteile am kommunalen Fernwärmeunternehmen Teplarny Brno zurückkauft. Bei dem Verkauf erzielt das Mannheimer Energieunternehmen, das sich in den letzten Jahren zu einem der größten Fernwärmeversorger in Europa entwickelt hat und dabei neben Deutschland und der Tschechischen Republik auch in Polen präsent ist, einen Verkaufspreis von 39,7 Millionen Euro.

"Wir verlassen Brünn mit einem lachenden und einem weinenden Auge", betonte Dr. Dub bei der Vertragsunterzeichnung. So habe man die Teplarny Brno, an dem MVV Energie über seine tschechische Tochtergesellschaft MVV Energie CZ mit 85 Prozent beteiligt war, zu einem profitablen Unternehmen entwickelt, was sich jetzt auch in dem fairen Verkaufspreis wiederspiegele. Andererseits respektiere man den Wunsch der Stadt Brünn, künftig wieder alle an der Fernwärme beteiligten Unternehmen in eigener Hand zu führen.

Nach dem Verkauf des Fernwärmeunternehmens in Brünn ist MVV Energie derzeit in sechs Städten in der Tschechischen Republik im Fernwärmebereich engagiert. Nach den Worten von Dr. Dub konzentriere man sich dabei neben der Versorgung der Kunden vor allem auf die Steigerung der Ertragskraft und Profitabilität.