Bilanz

MVV Energie: Umsatz von 2,25 Milliarden Euro erwartet

Das Mannheimer Energieverteilungs- und Dienstleistungsunternehmen MVV Energie hat nach eigenen Angaben in den ersten neun Monaten seines laufenden Geschäftsjahres 2005/06 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Mannheim (red) - Wie der Stadtwerkekonzern mitteilt, lag das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 238 Millionen Euro um 37 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr 2005/06 wird mit einem Gesamtumsatz von 2,25 Milliarden Euro gerechnet.

Der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie, Dr. Rudolf Schulten, sagte: "Die Regulierung der Netznutzungsentgelte wirft ihre Schatten voraus." Zwar werde davon wohl noch nicht das Ergebnis des operativen Geschäftes betroffen, doch rechnet der MVV-Energie-Chef bereits im laufenden Geschäftsjahr mit einem Abwertungsbedarf bei einigen der Stadtwerke-Beteiligungen von insgesamt bis zu 20 Millionen Euro aufgrund der Auswirkungen der anstehenden Netzregulierung.

Mit dem wachsenden Kostendruck in der Branche erwartet Schulten auch neue Bewegung auf dem Stadtwerke-Markt. "In den nächsten ein, zwei Jahren wird der Kooperationsbedarf bei vielen Stadtwerken deutlich steigen." Angesichts der derzeitigen kartellrechtlichen Beschränkungen für die Verbundunternehmen sieht er gute Chancen für den Ausbau des Unternehmens. In diesem Zusammenhang kündigte er eine weitere Kapitalerhöhung in den nächsten zwölf Monaten an.

Auch international sieht die MVV Energie weiteres Wachstumspotenzial. In der Tschechischen Republik der Slowakei würden Investitionsmöglichkeiten im Bereich Fernwärme geprüft. Die Entwicklung des Energiemarktes in Polen stagniere dagegen aufgrund der politischen Rahmenbediingungen.

Fortsetzen will die MVV Energie gleichzeitig auch den weiteren Ausbau ihrer beiden Wachstumsbereiche Umwelt und Energiedienstleistungen. "Unsere zweite Müllverbrennungsanlage im sachsen-anhaltinischen Leuna wird planmäßig im Herbst 2007 in Betrieb gehen und damit unsere Verbrennungskapazitäten auf rund 1,2 Millionen Jahrestonnen steigern." Der Umweltbereich werde im laufenden Geschäftsjahr noch vor dem Wärmegeschäft das ertragsreichste Segment des Konzerns. Und auch bei den Energiedienstleistungen wird durch der Übernahme des Industrieparkes Gersthofen bei Augsburg und der Immobilien Versorgung GmbH in Berlin sowie der vereinbarten Kooperation mit dem Heizkostenabrechnungsunternehmen ista ein gutes Wachstum erwartet.

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